11.12.12

Oper

Sanierung der Staatsoper kostet 46 Millionen Euro mehr

Der Umbau des Opernhauses Unter den Linden wird deutlich teurer. Die Kosten steigen auf 288 Millionen Euro.

Foto: dpa

Baugerüste stehen an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Die Sanierung wird offenbar noch teurer werden als bislang geplant
Baugerüste stehen an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Die Sanierung wird offenbar noch teurer werden als bislang geplant

Die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden wird deutlich teurer als bislang angenommen. Das geht aus den Unterlagen hervor, die im Vorfeld der am Mittwoch stattfindenden Sitzung des Hauptausschusses auf der Internetseite des Abgeordnetenhauses veröffentlicht wurden.

Statt 242 Millionen Euro soll der Umbau des Opernhauses bis 2017 nun knapp 288 Millionen Euro kosten. Den Großteil der Sanierungskosten übernimmt der Bund. Er beteiligt sich mit 200 Millionen Euro. Den Rest trägt das Land Berlin. Wie die zusätzlichen 46 Millionen Euro verteilt werden, ist noch unklar. Eine Sprecherin der Senatsverwaltung wollte sich dazu nicht äußern.

Die jetzigen Mehrkosten setzen sich zusammen aus 29,2 Millionen Euro für den Bau sowie drei Millionen Euro für die noch fehlende Innenausstattung. Zudem werden weitere 13,4 Millionen Euro für Unvorhergesehenes sicherheitshalber einberechnet.

Die höheren Kosten entstehen unter anderem durch einen unterirdischen Verbindungsgang zwischen dem Opernhaus und den Werkstätten, der eine zusätzliche Isolierschicht zum Schutz gegen Grundwasser bekommen soll. Und außerdem hatte sich die Senatsverwaltung Ende Oktober von der bisherigen Planungsfirma Drees & Sommer wegen Differenzen über den Fortgang der Arbeiten getrennt. Das dürfte im Zweifel für eine weitere Verzögerung der Bauarbeiten sorgen.

Der Ärger um die Staatsoper erinnert an Berlins Probleme mit dem Flughafen. Auch dort wird die Eröffnung immer weiter nach hinten verschoben, während die Kosten für das Bauprojekt steigen. Allein Berlin musste für den BER weitere 444 Millionen Euro bereitstellen.

Wiedereröffnung der Staatsoper hat sich bereits um zwei Jahre verzögert

Seit 2010 wird an der Sanierung des Opernhauses gearbeitet. Die Wiedereröffnung hat sich bereits um zwei Jahre verzögert. Erst waren der kalte Winter und die daher langsameren Bauarbeiten schuld. Danach stieß man auf unterirdische Pfahlbauten, die den Bau eines geplanten Ganges störten. Dadurch verschob sich die Wiedereröffnung auf Oktober 2015. Nachdem schon der Zeitplan nicht eingehalten wurde, droht nun auch noch Ärger mit der Finanzierung. Denn offenbar sind die Zuschüsse des Bundes strikt auf 200 Millionen Euro begrenzt.

Sollte Berlin auf den zusätzlichen Kosten sitzen bleiben, müsste das Land einen fast doppelt so hohen Beitrag leisten wie bisher geplant. Die Einnahmeausfälle sind da noch nicht einmal berücksichtigt. Derzeit treten die Sänger der Staatsoper im Schillertheater auf. Die Ersatzspielstätte hat weniger Sitzplätze, so dass das Opernhaus durch den Ticketverkauf nicht so hohe Einnahmen erzielen kann wie in seinem Stammhaus Unter den Linden.

Quelle: vis/dpa
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