09.10.08

Auszeichnung

Die Nobelpreisträger für Literatur seit 1901

Der Nobelpreis für Literatur wurde seit 1901 fast jährlich vergeben. Nach dem testamentarischen Willen des schwedischen Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896) erhält derjenige den Preis, "der in der Literatur das Ausgezeichnetste in idealistischer Richtung hervorgebracht hat".

Zwei Autoren lehnten den Nobelpreis ab. 1958 musste der sowjetische Autor Boris Pasternak den Preis auf Druck seiner Regierung hin zurückweisen. Der Franzose Jean-Paul Sartre weigerte sich 1964, die Auszeichnung anzunehmen.

Hier alle Preisträger mit einem ihrer bedeutendsten Werke:

2009: Herta Müller (Deutschland), "Atemschaukel"

2008: Jean-Marie Gustave Le Clézio (Frankreich), "Wüste"

2007: Doris Lessing (Großbritannien), "Das goldene Notizbuch"

2006: Orhan Pamuk (Türkei), "Schnee"

2005: Harold Pinter (Großbritannien), "Der Hausmeister"

2004: Elfriede Jelinek (Österreich), "Die Klavierspielerin"

2003: John M. Coetzee (Südafrika), "Schande"

2002: Imre Kertész (Ungarn), "Roman eines Schicksallosen"

2001: V.S. Naipaul (Trinidad/England), "Ein Haus für Mr. Biswas"

2000: Gao Xingjian (China/Frankreich), "Der Berg der Seele"

1999: Günter Grass (Deutschland), "Die Blechtrommel"

1998: José Saramago (Portugal), "Die Stadt der Blinden"

1997: Dario Fo (Italien), "Offene Zweierbeziehung"

1996: Wislawa Szymborska (Polen), "Salz"

1995: Seamus Heaney (Irland), "Wintering Out"

1994: Kenzaburo Oe (Japan), "Der stumme Schrei"

1993: Toni Morrison (USA), "Teerbaby"

1992: Derek Walcott (Trinidad und Tobago), "Omeros"

1991: Nadine Gordimer (Südafrika), "Burgers Tochter"

1990: Octavio Paz (Mexiko), "Der Sonnenstein"

1989: Camilo José Cela (Spanien), "San Camilo"

1988: Nagib Mahfus (Ägypten), "Die Midaq-Gasse"

1987: Josiff Brodski (UdSSR), "Römische Elegien"

1986: Wole Soyinka (Nigeria), "Der Mann ist tot"

1985: Claude Simon (Frankreich), "Der Wind"

1984: Jaroslav Seifert (Tschechoslowakei), "Die Pestsäule"

1983: William G. Golding (Großbritannien), "Herr der Fliegen"

1982: Gabriel García Márquez (Kolumbien), "Hundert Jahre Einsamkeit"

1981: Elias Canetti (Großbritannien), "Die Blendung"

1980: Czeslaw Milosz (Polen), "Lied vom Weltende"

1979: Odysseas Elytis (Griechenland), "To Axiom Esti. Gepriesen sei"

1978: Isaac B. Singer (USA), "Feinde, die Geschichte einer Liebe"

1977: Vicente Aleixandre (Spanien), "Die Zerstörung oder die Liebe"

1976: Saul Bellow (USA), "Herzog"

1975: Eugenio Montale (Italien), "Glorie des Mittags"

1974: Eyvind Johnson (Schweden), "Krilon-Trilogie"

Harry Martinson (Schweden), "Aniara"

1973: Patrick White (Australien), "Voss"

1972: Heinrich Böll (Deutschland), "Ansichten eines Clowns"

1971: Pablo Neruda (Chile), "Der große Gesang"

1970: Alexander Solschenizyn (UdSSR), "Der Archipel Gulag"

1969: Samuel Beckett (Irland), "Warten auf Godot"

1968: Jasunari Kawabata (Japan), "Schneeland"

1967: Miguel Angel Asturias (Guatemala), "Legenden aus Guatemala"

1966: Samuel Josef Agnon (Israel), "Gestern, Vorgestern"

Nelly Sachs (Schweden, geb. in Deutschland),

"In den Wohnungen des Todes"

1965: Michail Scholochow (UdSSR), "Der stille Don"

1964: Jean-Paul Sartre (Frankreich), "Der Ekel"

1963: Giorgos Seferis (Griechenland), "Mythische Geschichte"

1962: John Steinbeck (USA), "Früchte des Zorns"

1961: Ivo Andric (Jugoslawien), "Die Brücke über die Drina"

1960: Saint-John Perse (Frankreich), "Anabasis"

1959: Salvatore Quasimodo (Italien), "Das Leben ist kein Traum"

1958: Boris Pasternak (UdSSR), "Doktor Schiwago"

1957: Albert Camus (Frankreich), "Der Fremde"

1956: Juan Ramón Jiménez (Spanien), "Platero und ich"

1955: Halldór Kiljan Laxness (Island), "Islandglocke"

1954: Ernest Hemingway (USA), "Der alte Mann und das Meer"

1953: Winston Churchill (Großbritannien), "Die Weltkrise 1911-1918"

1952: François Mauriac (Frankreich), "Die Tat der Therese Desqueyroux"

1951: Pär Lagerkvist (Schweden), "Der Henker"

1950: Bertrand Russell (Großbritannien), "Ehe und Moral"

1949: William Faulkner (USA), "Schall und Wahn"

1948: Thomas Stearns Eliot (Großbritannien), "Vier Quartette"

1947: André Gide (Frankreich), "Stirb und werde"

1946: Hermann Hesse (Schweiz, geb. in Deutschland), "Das Glasperlenspiel"

1945: Gabriela Mistral (Chile), "Spürst du meine Zärtlichkeit?"

1944: Johannes Vilhelm Jensen (Dänemark), "Die lange Reise"

1939: Frans Eemil Sillanpää (Finnland), "Das fromme Elend"

1938: Pearl S. Buck (USA), "Die gute Erde"

1937: Roger Martin du Gard (Frankreich), "Die Thibaults"

1936: Eugene O'Neill (USA), "Trauer muss Elektra tragen"

1934: Luigi Pirandello (Italien), "Sechs Personen suchen einen Autor"

1933: Iwan Bunin (Russland), "Das Dorf"

1932: John Galsworthy (Großbritannien), "Die Forsyte Saga"

1931: Erik Axel Karlfeldt (Schweden), "Fridolins Lieder"

1930: Sinclair Lewis (USA), "Babbitt"

1929: Thomas Mann (Deutschland), "Die Buddenbrooks"

1928: Sigrid Undset (Norwegen), "Kristin Lavranstochter"

1927: Henri Bergson (Frankreich), "Das Lachen"

1926: Grazia Deledda (Italien), "Asche"

1925: George Bernard Shaw (Großbritannien), "Pygmalion"

1924: Wladyslaw Stanislaw Reymont (Polen), "Die Bauern"

1923: William Butler Yeats (Irland), "Gräfin Cathleen"

1922: Jacinto Benavente (Spanien), "Die frohe Stadt des Leichtsinns"

1921: Anatole France (Frankreich), "Das Leben der heiligen Johanna"

1920: Knut Hamsun (Norwegen), "Segen der Erde"

1919: Carl Spitteler (Schweiz), "Olympischer Frühling"

1917: Karl Adolph Gjellerup (Dänemark), "Minna"; Henrik Pontoppidan (Dänemark), "Hans im Glück"

1916: Verner von Heidenstam (Schweden), "Karolinerna"

1915: Romain Rolland (Frankreich), "Johann Christof"

1913: Rabindranath Tagore (Indien), "Das Postamt"

1912: Gerhart Hauptmann (Deutschland), "Die Weber"

1911: Maurice Maeterlinck (Belgien), "Prinzessin Maleine"

1910: Paul Heyse (Deutschland), "Novellen"

1909: Selma Lagerlöf (1858-1940, Schweden), "Gösta Berling"

1908: Rudolf Eucken (1846-1926, Deutschland), "Mensch und Welt"

1907: Rudyard Kipling (1865-1936, Großbritannien), "Das Dschungelbuch"

1906: Giosuè Carducci (1835-1907, Italien), "Odi Barbare"

1905: Henryk Sienkiewicz (1846-1916, Polen), "Quo vadis?"

1904: Frédéric Mistral (1830-1914, Frankreich), "Mireio" José Echegaray (1832-1916, Spanien), "Wahnsinn oder Heiligkeit"

1903: Bjørnstjerne Bjørnson (1832-1910, Norwegen), "Über die Kraft"

1902: Theodor Mommsen (1817-1903, Deutschland), "Römische Geschichte"

1901: Sully Prudhomme (1839-1907, Frankreich), "Gedichte"

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