Staatsoper Reiseblog: Mit der Staatskapelle in Japan

Daniel Barenboim dirigiert die Staatskapelle

Foto: Reto Klar

Daniel Barenboim dirigiert die Staatskapelle

Die Staatskapelle ist auf der größten Tournee ihrer Geschichte. Morgenpost-Redakteur Volker Blech berichtet im Blog täglich von den Erlebnissen.

Wer einmal mit dem Finger auf der Weltkarte die Strecke von Berlin nach Tokio abfährt, der merkt sofort, wie weit entfernt es ist, aber man sieht erst auf den zweiten Blick, dass die beiden Städte etwa auf gleicher Höhe liegen. Anders gesagt, das Wetter ist in diesen Tagen vergleichbar miserabel. Staatskapelle Berlin und Chefdirigent Daniel Barenboim wird das vergleichsweise gleichgültig sein, sind sie doch in Japan um in den großen Konzerthäusern des Landes Bruckner und Mozart aufzuführen. Der Reiseplan mit all den Proben und Konzerten in verschiedenen Städten scheint, was fürs japanische Klassik-Business üblich ist, perfekt und streng durchgetimt zu sein.

Im Mittelpunkt steht ein großer Zyklus in Tokio vom 9. bis 20. Februar, Barenboim führt dann sämtliche Bruckner-Sinfonien auf. Aufführungsort ist die berühmte, moderne Suntory Hall, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. In der Klassikwelt ist die Suntory Hall für Asien vergleichbar wichtig wie die Berliner Philharmonie für Europa und die Carnegie Hall für Nordamerika. Hier treten die Künstler von Rang und Namen auf.

Die Tournee, die das Orchester als die größte ihrer Geschichte bezeichnet, hat mit zwei ausverkauften Konzerten in der Shanghai Symphony Hall begonnen. Daniel Barenboim, der auf der Tournee als Dirigent und Klaviervirtuose auftritt, wurde mit stehenden Ovationen gefeiert. In der Zwischenzeit ist das Orchester bereits von China nach Japan weitergereist. Insgesamt sind 129 Berliner Musiker mitsamt ihren Instrumenten in Fernost unterwegs. In dieser Woche stehen neben Tokio auch Konzerte in Osaka und Nagoya auf dem Programm. Die Morgenpost wird die Aktivitäten der Staatskapelle mit einem täglichen Reisetagebuch aus Japan begleiten.

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