24.01.12

Film

Wim Wenders mit "Pina" für den Oscar nominiert

Wieder könnte ein deutscher Film den Oscar holen: Wim Wenders' 3D-Hommage "Pina" geht in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" ins Rennen. Wenders war bereits 2000 für "Buena Vista Social Club" nominiert, ging damals aber leer aus.

Foto: dapd/DAPD
Wenders
Wim Wenders freut sich über seine zweite Oscar-Nominierung

Oscar-Chancen für Wim Wenders: Der deutsche Regisseur ist mit seiner 3D-Hommage "Pina" für den Doku-Oscar nominiert worden. Die Dokumentation über die 2009 gestorbene legendäre Tänzerin Pina Bausch, Gründerin des Wuppertaler Tanztheaters, tritt bei der Oscar-Vergabe in der Sparte "Bester Dokumentarfilm" gegen vier Mitstreiter an.

"Pina" hatte anfangs doppelte Oscar-Chancen, denn der Film war für Deutschland auch ins Rennen um den Auslands-Oscar gezogen. Bei einer Vorauswahl schaffte es "Pina" in der Sparte "nicht-englischsprachiger Film" zwar in die Gruppe von neun Spitzenkandidaten, konnte sich am Dienstag aber nicht unter den Top 5-Nominierten platzieren.

Seine erste Oscar-Nominierung hatte Wenders im Jahr 2000 für die Musik-Doku "Buena Vista Social Club" in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" erhalten, war bei der Preisvergabe dann aber leer ausgegangen.

Zum zweiten Mal im Rennen um die Oscars teilnehmen zu können, sei eine tolle Sache, erklärte Wenders am Dienstag über seine Agentur. "Zumal wir damit der erste 3D Film sind, dem diese Ehre zuteilwird", so Wenders weiter.

"Die Tänzer und Mitarbeiter des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch sind, zusammen mit der Neuen Road Movies, stolz auf diese Auszeichnung", so der Regisseur. "Wir wollten mit unserer Reise in das wunderbare Reich der großen deutschen Choreographin Pina Bausch dieser einmaligen Frau und Pionierin des zeitgenössischen Tanzes ein Denkmal setzen." Der weltweite Erfolg beim Publikum und nun die Oscar-Nominierung seien eine fantastische Belohnung und Anerkennung dieser gemeinsamen Arbeit, sagte Wenders.

Zuletzt hatte Florian Henckel von Donnersmarck 2007 mit seinem Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" den Auslands-Oscar nach Deutschland geholt. 1960 wurde der deutsche Tierforscher Bernhard Grzimek mit seinem Afrika-Film "Serengeti darf nicht sterben" mit dem Dokumentar-Oscar gekrönt. In diesem Jahr werden die Oscars am 26. Februar in Hollywood zum 84. Mal vergeben.

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