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12.09.11

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Scientology fälscht das Magazin "New Yorker"

Weil Anfang des Jahres im renommierten "New Yorker" eine Enthüllungsgeschichte über Scientology stand, antwortet die Sekte jetzt mit einer Hochglanzfälschung.

Getty Images

In Los Angeles gibt es seit 1997 bereits eine Straße, die nach dem Gründer von Scientology benannt ist.

6 Bilder

"Freedom" heißt das Magazin der Scientologen – aber was vor ein paar Tagen in New York verteilt wurde, sah eher aus wie das Intellektuellen-Magazin "The New Yorker", inklusive der Figur mit Zylinder und erhobenem Zeigefinger, die zu seinem Markenzeichen geworden ist.

Doch der Dandy mit Hut und Monokel präsentiert sich auf der Hochglanzfälschung heruntergekommen: "The New Yorker – What a Load of Balderdash" (Der New Yorker: Was für eine Ladung dummes Geschwätz) steht auf dem Titelblatt; beigelegt war eine DVD.

51 Seiten, die diskreditieren sollen

Die 51-seitige Parodie ist eine Replik auf einen Artikel von Lawrence Wright , dessen Enthüllungsgeschichte die Scientologen offenbar auch ein halbes Jahr nach ihrem Erscheinen noch schmerzt. Der Text unter dem Titel "Der Abtrünnige" beruhte auf den Aussagen des Scientology-Aussteigers und Hollywood-Drehbuchautors Paul Haggis (Oscar für "L.A. Crash") . Wright charakterisierte die "Kirche" darin als einen halbkriminellen Kult mit Umerziehungslagern und Misshandlungen.

Auf den 51 Seiten wird versucht, alle an dem Artikel Beteiligten – Haggis, die Redakteure, die Faktenrechercheure – zu diskreditieren. Schon 2010 hatte Scientology ein Heft gegen den CNN-Moderator Anderson Cooper produziert, der die Sekte kritisiert hatte.

Quelle: WON
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