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05.05.11

Nach der Sanierung

Künstler verklagt Berlin wegen East Side Gallery

Jahrelang bröckelte die East Side Gallery. Der bemalte Mauerabschnit in Friedrichshain wurde deshalb vor drei Jahren saniert - allerdings zum Ärger vieler Künstler. Der erste verlangt nun 25.000 Euro Schadensersatz.

© DDP
Restaurierung der Berliner East Side Gallery

Der Maler und Konzeptkünstler Bodo Sperling hat Berlin wegen einer "Vernichtung" seines Werks am Mauerdenkmal East Side Gallery verklagt. Er pocht auf 25.000 Euro Schadenersatz. Der Münchner Anwalt Hannes Hartung teilte mit, die Klage sei am Donnerstag per Fax eingereicht worden. Das Landgericht konnte den Eingang nicht bestätigen. Wegen der Menge des eingehenden Materials könne dies länger dauern, sagte ein Sprecher.

Das Mauerstück war nach der Wiedervereinigung von 118 Künstlern bemalt worden. Jahrzehntelang hatten Autoabgase und Erschütterungen durch den Straßenverkehr Schäden an den Betonplatten und an den Kunstwerken von 1990 verursacht. In den Jahren 2008 und 2009 wurde die East Side Gallery deshalb saniert – für 2,2 Millionen Euro. Dabei wurden die alten Bilder wurden per Sandstrahl entfernt, die Mauern geglättet und anschließend die Bilder neu aufgetragen.

Doch insgesamt 15 Künstler der Gründerinitiative East Side wehren sich dagegen, dass ihre Werke entfernt und von anderen neu aufgetragen wurden. So blieben einige Flächen wie die von Sperling bis heute weiß. Weitere Künstler wollten gegen eine unerlaubte Reproduktion ihrer Bilder klagen. Zwei weitere Künstler klagen Hartung zufolge gegen eine unerlaubte Reproduktion ihrer Bilder. Bis die Klagen dem Land zugestellt würden, dauere es erfahrungsgemäß bis zu zwei Wochen, so der Anwalt.

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