Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
08.11.10

Ausgrabung

Kostbare Kunstwerke am Roten Rathaus entdeckt

Bei Grabungen im historischen Zentrum Berlins wurden einzigartige Schätze gefunden. Verschollen geglaubte Werke der "Entarteten Kunst" wurden geborgen. Sie sollen im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel gezeigt werden.

Bei archäologischen Grabungen in Berlin-Mitte sind elf Skulpturen gefunden worden, die 1937 im Zuge der nationalsozialistischen Aktion "Entartete Kunst" in deutschen Museen beschlagnahmt worden waren. Unter den Bronze- und Keramik-Skulpturen sind unter anderem Werke von Otto Baum (1900-1977), Otto Freundlich (1878-1943), Edwin Scharff (1887-1955) und Emy Roeder (1890-1971). Drei Plastiken sind bislang noch nicht identifiziert, so die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am Montag in Berlin. In einer Ausstellung "Der Berliner Skulpturenfund. 'Entartete Kunst' im Bombenschutt" im Griechischen Hof des Neuen Museums auf der Museumsinsel werden die Funde ab Dienstag (9. November) präsentiert.

Es sei "ein kleines Wunder" und zugleich ein Dokument des "Wahnsinns der Nazis", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bei der Vorstellung der Kunstwerke. Dass diese Werke nun der Öffentlichkeit präsentiert werden könnten, sei ein "absoluter Glückszustand", betonte Wowereit. Die Kunstwerke seien zugleich "permanente Verpflichtung", an die NS-Verbrechen zu erinnern.

Der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte und Landesarchäologe des Landes Berlin, Matthias Wemhoff, nannte den Fund "einzigartig". Noch nie seien Kunstwerke mit diesem Hintergrund bei einer Ausgrabung gefunden worden. Der Fund betone eindrucksvoll die Bedeutung, die die archäologischen Untersuchungen vor Baumaßnahmen im Zentrum besitzen.

Gefunden wurden die Skupturen bei Grabungen an der Rathausstraße gegenüber dem Roten Rathaus. In Vorbereitung auf den Weiterbau der U-Bahn-Linie U5 vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor gibt es dort seit Oktober 2009 archäologische Untersuchungen.

Die Ausstellung "Der Berliner Skulpturenfund. 'Entartete Kunst' im Bombenschutt" ist ab 9. November 2010 sonntags bis mittwochs von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags bis sonnabends von 10 bis 20 Uhr im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen.

Quelle: dapd/EPD/sei
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote