Komische Oper
Früherer Intendant Joachim Herz ist tot
Der frühere Intendant der Komischen Oper Joachim Herz ist tot. Er starb in Leipzig, wo er fast zwei Jahrzehnte lang Opernchef war.
Die Oper des Komponisten Giuseppe Verdi hatte unter der Leitung von Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden Premiere.
Der frühere Regisseur und langjährige Direktor der Leipziger Oper, Joachim Herz, ist am Montag im Alter von 86 Jahren gestorben. Mit Herz verliere nicht nur die Oper Leipzig, die jahrzehntelang maßgeblich von seinem Wirken geprägt wurde, sondern die Musik- und Theaterwelt einen der großen Wegbereiter des Musiktheaters, sagte der Intendant der Leipziger Oper, Alexander von Maravic, am Montag in einer ersten Reaktion. Seine Persönlichkeit und seine Ausstrahlung seien für Generationen von Künstlern Vorbild und Ansporn gewesen. Maravic erinnerte besonders an Herz' "legendäre" Neudeutung von Richard Wagers 'Der Ring des Nibelungen'.
Mit Herz verlässt eine Legende des Musiktheaters in Ostdeutschland für immer die Bühne. Er war von 1959 bis 1976 Operndirektor der Leipziger Oper. Zuvor hatte er von 1951 bis 1953 als Regisseur an der Landesoper Dresden gewirkt, bevor er nach Stationen an der Komischen Oper Berlin und an den Bühnen der Stadt Köln nach Leipzig kam, wo er zunächst als Oberspielleiter fungierte. 1976 wechselte er zurück an die Komische Oper nach Berlin. Von 1981 bis 1991 war Herz schließlich Chefregisseur an der Staatsoper in Dresden. Neben Lehrtätigkeiten in Leipzig und Dresden nahm er zahlreiche Gastdozenturen unter anderem in Cincinnati, Salzburg, München und Lissabon wahr.
Die Nachricht vom Tod ihres früheren Direktors traf "die Oper Leipzig umso mehr, als Herz seine Verbundenheit mit dem Haus noch vor wenigen Tagen zeigte." Er hatte anlässlich des 50. Jubiläums des Opernhauses der Premiere "Die Meistersinger von Nürnberg" beigewohnt. "Mit ebendiesem Werk in seiner unvergessenen Inszenierung war das Leipziger Opernhaus am 9. Oktober 1960 eingeweiht worden", teilte die Oper mit.
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