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19.03.10

Beyoncé, Jay-Z & Co

Magazin "Neon" veröffentlicht gefälschte Interviews

Mehr Fantasie als Wahrheit: Wegen gefälschter Interviews hat sich das Magazin "Neon" von einem Mitarbeiter getrennt. Aufgeflogen war der Betrug durch Hinweise des Managements der Sängerin Beyoncé Knowles. Auch andere Interviews mit prominenten Musikern hatte der Mitarbeiter gefälscht.

© REUTERS
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Wegen gefälschter Interviews hat sich das Magazin "Neon" von einem Mitarbeiter getrennt. Aufgeflogen sei der Betrug durch Hinweise des Managements der Sängerin Beyoncé Knowles, teilte der Verlag Gruner+Jahr am Donnerstag in Hamburg mit. In der Januar-Ausgabe 2010 hatte "Neon" ein Interview des Mitarbeiters Ingo Mocek mit dem US-Star veröffentlicht. Mocek habe bestätigt, dass das Gespräch nicht wie von ihm vorgelegt stattfand.

Im Nachgang kamen nach Angaben des Verlags vier weitere Fälschungen Moceks ans Licht. Dies betreffe Interviews mit den Künstlern Slash, Christina Aguilera, Snoop Doggy Dog und Jay-Z, die seit 2004 in "Neon" erschienen sind.

"Neon" erklärte, die Redaktion distanziere sich vom Inhalt der Interviews und habe die Zusammenarbeit mit dem Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung beendet. Die Vorgänge seien "in keiner Weise vereinbar mit den journalistischen und ethischen Maßstäben" der Redaktion. "Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Künstlern und deren Management sowie bei unseren Leserinnen und Lesern", teilte das Magazin mit.

Im Jahr 2000 hatte ein Fälschungsskandal beim "SZ-Magazin" für Aufsehen gesorgt. Die Zeitschrift der "Süddeutschen Zeitung" hatte gefälschte Star-Interviews des freien Autors Tom Kummer veröffentlicht. Im Zuge der Affäre wurde damals die Chefredaktion des Magazins abgelöst.

Quelle: epd/fp
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