Wörterbuch
"Aufbitchen" und "adden" – der neue Szene-Duden
Rund neun Jahre hat es gedauert, jetzt ist das "Neue Wörterbuch der Szenesprachen" da. Um es zusammenzustellen, bedienten sich der Dudenverlag und das Beraterunternehmen Trendbüro vor allem im Internet. Morgenpost Online sagt, was sich hinter "pwnen", "Modeopfern" und "dönieren" verbirgt.
"Adden", "abflaschen", "egogoogeln"? Für alle, die ihren Wortschatz "pimpen" möchten, gibt es jetzt das "Neue Wörterbuch der Szenesprachen". Der Dudenverlag und Trendbüro präsentieren den "Pageturner" pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2009.
Der neue "Szenesprachen-Duden" enthält nicht nur Jugendsprache, sondern stellt in sechs alphabetisch geordneten Kapiteln Wortschöpfungen aus verschiedenen Szenen, Communitys und Lebenswelten dar. Dazu zählen Wörter und Begriffe aus den Bereichen Computertechnologie und Netzwerkkultur (z. B. "pwnen", "verbuggt", "adden"), Lifestyle (z. B. "Bionadebourgeoisie", "Modeopfer"), "Partykultur" (z. B. "abflaschen", "aufbitchen", "dönieren"), Schule, Uni und Job (z. B. "Crackberry", "egogoogeln", "Futternarkose") sowie Medien und Popkultur (z. B. "epic", "LOLcat", "Twitteratur").
Das "Neue Wörterbuch der Szenesprachen" ist wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2000 ein Nachschlagewerk zum Schmökern, in dem kurze und informative Texte Wörter und Begriffe unterhaltsam beschreiben und erklären. Wer Lust dazu hat, kann das Buch also von vorn bis hinten durchlesen oder gezielt auf einzelne Einträge zugreifen. Der Band umfasst mit Register 204 Seiten und ist ab sofort für 14,95 Euro im Handel erhältlich.
Für das "Neue Wörterbuch der Szenesprachen" sind Dudenredaktion und Trendbüro einen neuen Weg der Stichwortsammlung gegangen. Durch das Portal http://szenesprachenwiki.de hatten Internetnutzer seit März dieses Jahres die Möglichkeit, mit Wortvorschlägen und Kommentaren direkten Einfluss auf das Entstehen dieses Buches zu nehmen.
Aus der Vielzahl der auf szenesprachenwiki.de geposteten Wörter haben die Projektpartner für das Buch eine Auswahl getroffen und redaktionell aufbereitet. Das zentrale Auswahlkriterium war, dass die Wörter einerseits tatsächlich verwendet und verbreitet sind, andrerseits aber noch nicht in traditionellen Wörterbüchern verzeichnet sind.
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