18.03.13

"Unsere Mütter, unsere Väter"

Filmproduzent Hofmann - der Experte für schwierige Stoffe

Am Sonntag startete der aufwühlende Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" - ein neuer Weg, die Nazi-Zeit zu schildern. Nico Hofmann hat jahrelang daran gearbeitet. Er gilt als sein Lebenswerk.

Von Uta Keseling
Foto: David Slama/ ZDF

Sorge vor dem ersten Fronteinsatz: Friedhelm, gespielt von Tom Schilling.

10 Bilder

Seit Sonntag sendet das ZDF den Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter": Die fiktive Geschichte von fünf Freunden, die sich in den Wirren des Krieges verlieren. Wilhelm, sein schöngeistiger Bruder Friedhelm, Charlotte, Viktor und Greta, treffen sich im Berlin des Sommers 1941, um Abschied zu nehmen. Wilhelm und Friedhelm müssen an die Ostfront, Charlotte wird freiwillig gemeldet als Krankenschwester folgen. Schon Weihnachten 1941 wollen sie sich wieder in Berlin treffen. Doch es kommt anders.

Der Spielfilm gilt, auch wegen seiner schonungslosen Bilder als neuer Weg, im Fernsehen deutsche Vergangenheit zu schildern. Produziert wurde der Film von Nico Hofmann (53), der schon mit Filmen wie "Stauffenberg", "Dresden", "Die Flucht" oder "Rommel" zeigte, dass deutsche Geschichte auch zur besten Sendezeit erfolgreich erzählt werden kann. "Unsere Mütter, unsere Väter" nennt der Produzent "eine sensible, kritische Hommage an die Generation meiner Eltern, die nachdrücklich durch das Kriegsgeschehen geprägt wurde".

Der Film gehört zu den aufwendigsten Produktionen in der 14-jährigen Geschichte von Hofmanns Produktionsfirma Teamworx. Diese wiederum zählt mit 240 Filmen zu den erfolgreichsten und produktivsten der Branche.

Hofmanns sogenannte "Event-Produktionen", die oft mehrere Teile haben, veränderten die deutsche Fernsehlandschaft nachhaltig. Oft werden sie in Zusammenhang mit einem "Themenabend" gezeigt. Auch in diesem Fall schließen sich an die erste und dritte Folge historische Dokumentationen an.

Nico Hofmann - der deutsche "Filmtycoon"

Nico Hofmann, Autor, Regisseur und Produzent, ist Sohn eines Journalistenehepaars. Er wuchs in Mannheim auf, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München und sammelte nebenbei erste praktische Erfahrungen als Regieassistent bei Dieter Dorn. Schon sein erster Film war preisgekrönt.

Hofmann gilt mittlerweile als der deutsche "Filmtycoon" schlechthin. Er gilt als Workaholic, der sich bestens mit den Stoffen seiner Filme auskennt - und mit den Schauspielern, mit denen sie besetzt werden. Nur eine Seite des Filmgeschäfts lässt er, so heißt es, meist links liegen: Die ausschweifenden Partys. Er arbeitet lieber, oder absolviert, wenn es die Zeit zulässt, sein Fitnessprogramm.

"Unsere Mütter, unsere Väter" – Diskutieren Sie mit!

"Unsere Mütter, unsere Väter" läuft am 17., 18. und 20. März jeweils um 20.15 Uhr im ZDF

© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Er werde Licht Australier sind die besten Festbeleuchter
Tarifstreit GDL-Chef Weselsky macht Druck
Vor Kreta Griechen retten 700 Flüchtlinge
Nordkorea Kim Jong-un fliegt auf Pilotinnen
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Offenbach

Ein Meer von Kerzen – Mahnwache für Tugçe A.

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote