05.01.13

Zwangsabgabe

Gerichte rechnen mit Klagen gegen Rundfunkbeitrag

Widerstand gegen den neuen Rundfunkbeitrag: Verwaltungsgerichte erwarten vom Frühjahr an erste Klagen gegen Zahlungsaufforderungen. Auch große Handelsketten prüfen ein juristisches Vorgehen.

Foto: dapd

Die Gebühren für den Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme werden nun nicht mehr pro Empfangsgerät, sondern als pauschaler Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro pro Monat und Wohnung erhoben
Die Gebühren für den Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme werden nun nicht mehr pro Empfangsgerät, sondern als pauschaler Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro pro Monat und Wohnung erhoben

Der Widerstand gegen den neuen Rundfunkbeitrag wird nach einem Bericht des Nachrichtenmagazin "Focus" die Gerichte beschäftigen. Verwaltungsgerichte rechneten vom Frühjahr an mit ersten Klagen gegen Zahlungsaufforderungen, berichtet das Magazin.

Der Sprecher des Hamburger Verwaltungsgerichts, Andreas Labiris, sagte den Angaben zufolge, er halte es für "durchaus wahrscheinlich", dass die Frage, ob der neue Rundfunkbeitrag "verfassungskonform" sei, von den Verwaltungsgerichten nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht weitergereicht werde.

Für jeden Haushalt in Deutschland wird ab 1. Januar ein Beitrag für den Empfang von ARD, ZDF und Deutschlandradio fällig – in der Regel 17,98 Euro im Monat. Er wird auch dann erhoben, wenn die Haushalte gar keine Empfangsgeräte besitzen.

Firmen mit vielen Filialen prüfen Klage

Nach Informationen des Magazins lassen derzeit einige Handelsketten prüfen, ob eine Klage gegen den Rundfunkbeitrag Aussicht auf Erfolg habe. Unternehmen mit vielen Filialen müssten deutlich mehr zahlen als vor der Gebührenumstellung.

Die Politik macht die öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten für die bei den Verbrauchern eingetretene Verwirrung um die neue Rundfunkabgabe verantwortlich. "Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in der Tat die Verpflichtung, ihrem Kunden, dem Zuschauer und der Zuschauerin, darzulegen, warum diese Abgabe die Rundfunkgebühr ablöst. Dieser sind sie nur unzureichend nachgekommen", sagte Johannes Beermann, Staatskanzleichef in Sachsen und verantwortlich für die Koordination der Medienpolitik der von der Union regierten Bundesländer, der "Leipziger Volkszeitung".

Er erwarte, "dass durch entsprechende Maßnahmen über Fernsehen und Radio aber auch durch direkte Zielgruppenansprachen zum Beispiel bei Handwerkern und Kleinbetrieben, die Umstellung der Gebühr auf eine Abgabe gründlich erläutert wird".

Quelle: dpa/jk
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
Obama in Berlin
Aktualisiert vor 29 MinutenUS-Präsident zu Besuch
Liveblog – Barack Obama im Ritz-Carlton angekommen

US-Präsident Barack Obama ist mit seiner Frau Michelle und den Töchtern Sasha und Malia in Berlin gelandet. Die Präsidentenfamilie hat im Hotel eingecheckt. Unsere Reporter berichten im Liveblog. mehr...


Ein Blick in die Präsidentenmaschine „Air Force One“
15:26Präsidentenmaschine
Obama in Berlin - Eine interaktive Tour durch die "Air Force One"

Die "Air Force One" ist die Maschine des US-Präsidenten. Über kein anderes Flugzeug gibt es mehr Geheimnisse. Wir zeigen, wie es im Inneren der berühmtesten Boeing 747 der Welt aussieht. mehr...


Sekunden vor der Landung: Auf diesen Moment haben die Fans der „Air Force One“ gewartet
22:00Obama in Berlin
Blick auf die "Air Force One" macht Planespotter glücklich

Sie warten und warten – auf den einen Moment. Planespotter haben sich am Flughafen Tegel versammelt, um Barack Obama landen zu sehen. Die "Air Force One" ist für viele das schönste Flugzeug der Welt. mehr...

BMO_ObamaLimo.jpg
19:57Interaktive Grafik
Die Staatskarosse des US-Präsidenten ist ein rollendes "Biest"

Bei der Sicherheit des US-Präsidenten wird nichts dem Zufall unterlassen. Seine Dienstlimousine ist wie ein fahrender Hochsicherheitstrakt. Daher hat es auch den Spitznamen "The Beast" - das Biest. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Umfrage Finden Sie die neue GEZ-Regelung sinnvoll?

  • 5%

    Ja

  • 95%

    Nein

Abgegebene Stimmen: 13.140
Top-Thema

Aus dem Bett ihrer Suite im „Ritz-Carlton“ kann das Präsidentenpaar auf den Potsdamer Platz schauen
Obamas Hotel in Berlin

Hier übernachtet die First Familiy

Video Nachrichten mehr
US-Präsident So bereitet sich Berlin auf den Obama-Besuch vor
Berlin-Besuch Obamas Rede an der Siegessäule
Staatsbesuch In Berlin gilt höchste Sicherheitsstufe für Obama
USA Obama verteidigt Abhöraktionen der Geheimdienste
 
Top Bildershows mehr
Staatsbesuch

Von Kennedy bis Bush – US-Präsidenten in Berlin

Absperrungen

US-Präsident Barack Obama in Berlin

US-Präsident

Straßensperrungen zum Besuch von Obama in Berlin

"Ritz-Carlton"

Hier übernachtet Barack Obama in Berlin

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote