14.11.12

Homophobie-Vorwurf "Voice-of-Germany"-Macher verteidigen Naidoo

Foto: Uwe Anspach / dpa

Xavier Naidoo muss sich derzeit gegen Vorwürfe wehren, in einem Song Homophobie zu schüren. Um seinen Job als Juror in der TV-Sendung „The Voice of Germany“ muss er aber nicht bangen.

Die Homohobie-Vorwürfe gegen Xavier Naidoo haben derzeit keinen Einfluss auf seinen Juroren-Job bei der Pro-Sieben-Musikshow "The Voice of Germany". Sendersprecher Christoph Körfer sagte: "Xavier Naidoo hat in einem Interview zur Plattenveröffentlichung den Hintergrund hinreichend erklärt." Natürlich bleibe Naidoo weiter in der Show.

Im September hatte Naidoo dem Radiosender FFN über das Lied gesagt: "Da geht es um furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren, über die aber nie jemand spricht, nie jemand berichtet."

Die Musiker Xavier Naidoo und Kool Savas hatten mit dem Song "Wo sind" heftige Kritik auf sich gezogen. Die Jugendorganisation der Partei Die Linke, die Linksjugend Solid, erstattete Anzeige, weil das Lied des Musikprojekts Xavas Gewalt verherrliche und Homophobie transportiere. Die Staatsanwaltschaft Mannheim bestätigte am Mittwoch eine Anzeige gegen Naidoo.

Aufruf zu Straftaten und Volksverhetzung?

Geprüft würden derzeit die Vorwürfe Aufruf zu Straftaten und Volksverhetzung. Ermittlungen seien noch nicht eingeleitet worden. "Wir werden diesen Tonträger analysieren und dann sehen wir weiter", sagte ein Sprecher. Eine Sprecherin von Naidoo sagte, die Anzeigen richteten sich gegen das "Produkt von Xavas". Darüber hinaus kommentierte sie den Fall nicht. Kool Savas war zunächst nicht zu erreichen.

In Hannover bestätigte Oberstaatsanwältin Irene Silinger, dieselben Vorwürfe gegen den Produzenten des Albums, die Tonpool Medien GmbH, zu prüfen. Nach Angaben der Linksjugend Solid liegt auch bei der Staatsanwaltschaft Berlin eine Anzeige vor, dort war zunächst niemand zu erreichen.

(dpa/fp)
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