08.11.12

Google Doodle

Der Vater aller Vampire

Google ehrt den Autor von "Dracula" zum 165. Geburtstag

Foto: picture-alliance / Mary Evans Pi

Der wohl berühmteste Dracula-Schauspieler: Christopher Lee
Der wohl berühmteste Dracula-Schauspieler: Christopher Lee

Was wäre die Welt ohne ihn? Nicht so sehr ohne Bram Stoker, aber ohne seine berühmteste aller Schöpfungen – Dracula. Der Urvater aller Vampire beißt, saugt und mordet sich seit 1897 durch die Schlafzimmer aller Welt – junge Frauen bevorzugt. Unzählige Adaptionen ("Tanz der Vampire"), Verfilmungen ("Nosferatu", "Dracula"), Vampirromane (die "Biss"-Reihe) fußen auf dem grausamen rumänischen Grafen, der seit Jahrhunderten nicht leben und nicht sterben kann und sein Haupt jeden Morgen auf Heimaterde betten muss – fernab aller Sonne, allen Lichts.

Seinem Schöpfer, Bram Stoker, hat Google zum 165. Geburtstag ein Doodle gewidmet.

Stoker wurde am 8. November 1847 in Irland als Abraham Stoker geboren, in Dublin, um genau zu sein. Ein kränkliches Kind, das, so verrät es die Wikipedia, bis zu seinem siebenten Lebensjahr weder gehen noch stehen konnte. Danach genas er – wie durch ein "Wunder". Stoker holte ab sofort viel nach, wurde Athlet, Fußballspieler am Trinity College, wo er von 1864 bis 1870 unter anderem Literatur und Physik studierte. Schließlich wurde er Beamter bei der Dienstaufsichtsbehörde der Justizverwaltung. Da ihn der Beruf nicht ausfüllte, arbeitete er zugleich als Journalist und Theaterkritiker.

Sein Leben verlief relative unspektakulär. Er reiste viel, heiratete und wurde von Henry Irving in die Londoner High Society eingeführt, wo er auch den Autor von Sherlock Holmes, Sir Arthur Conan Doyle, traf.

Die Idee zu Dracula kam ihm 1890, als er den ungarischen Professor Arminius Vámbéry traf. Dieser erzählte ihm von der Legende eines rumänischen Fürsten. Vlad III. Draculea. Dracula. Ein grausamer Fürst, der seine Feinde mit Vorliebe pfählte, was ihm auch den Namen "der Pfähler" einbrachte. Dracula heißt übrigens Sohn des Drachen. Die Historiker nehmen an, der Beiname rührt daher, weil sein Vater Vlad II. Mitglied im Drachenorden war. Dracula hat also tatsächlich gelebt, im 15. Jahrhundert.

Sieben Jahre brauchte Stoker, um die Figur zu entwickeln und den weltberühmten Roman zu schreiben, der am 18. Mai 1897 veröffentlicht wurde. Zu seinen Lebzeiten – Stoker starb 1912 in bescheidenen Verhältnissen in London – hatte der Roman allerdings keinen Erfolg. Das kam erst später.

Stoker muss man vor allem anrechnen, dass er die Figur des Vampirs, so wie sie heutzutage jeder kennt, für alle Zeiten festgeschrieben hat. Ein Bluttrinker, der nur nachts sein Heim verlassen kann, sich unsichtbar macht – und ein Haus nur betreten kann, wenn er eingeladen wird. Der Erfolg des Romans dürfte sich nicht nur darin begründen, dass er die emotionale Gemengelage der Romantik perfekt bediente. Es wird vor allem die starke erotische Komponente gewesen sein. Der düstere Graf, der junge Frauen verführt, die sich dagegen gar nicht wehren können. Ein solches Sujet interessiert sowohl Frauen als auch Männer.

Bis heute ist Dracula "der" Vampir – und bei weiterem gruseliger und schöner, als es alle Bisse zum Ende der Nacht sein könnten.

Quelle: alu
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