28.08.12

Filmfestspiele

Wong Kar Wai wird Jury-Präsident der Berlinale 2013

Der chinesische Regisseur leitet die Jury der 63. Berlinale. Er gehöre zu den wichtigsten Filmschaffenden des Weltkinos, heißt es.

Foto: dpa
Wong Kar Wai
Der Chinese Wong Kar Wai (54), Jury-Präsident der 63. Berlinale, ist ein Autorenfilmer der besonderen Art. Der Wechsel von Licht und Schatten, Musik und Stille sowie lange, intensive Bildeinstellungen sind die Spezialität seiner poetischen Dramen

Der chinesische Regisseur Wong Kar Wai ist Jury-Präsident der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin. "Wong Kar Wai ist einer der profiliertesten Filmemacher unserer Zeit und seine besondere persönliche Handschrift und die Poetik seiner Filme haben uns alle begeistert", sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. "Seine Jurypräsidentschaft ist für uns ein lang gehegter Wunsch." Die Berlinale habe sich seit den 80er-Jahren als "Plattform des zeitgenössischen chinesischen Films" etabliert, sagte Kosslick.

Wong Kar Wai, der 2006 Jury-Präsident beim Filmfest in Cannes war, sagte: "Ich fühle mich durch Dieters Einladung sehr geehrt. Und ich freue mich, nach Berlin zurückzukommen, um die jüngsten Werke von Filmemachern aus aller Welt zu sehen."

Gewinner in Cannes

Wong Kar Wai wurde am 17. Juli 1958 in Shanghai geboren und wuchs in Hongkong auf. Während seines Studiums schlug er erst die Richtung Grafik-Design ein und konzentrierte sich dann auf Fernsehproduktionen. Er arbeitete zunächst als Assistent für TV-Serien und verlegte sich dann auf das Verfassen von Drehbüchern.

Sein Debüt als Spielfilmregisseur gab er 1988 mit "As Tears Go By", einer Dreiecksbeziehung im Gangstermilieu. Auf "Days Of Being Wild" mit einigen der bekanntesten Schauspieler Hongkongs, der 1991 im Forum der Berlinale lief, folgte 1994 "Chungking Express", mit dem Wong Kar Wai seinen internationalen Durchbruch feierte. Bei der Berlinale war Wong Kar Wai zudem 1996 mit "Fallen Angels" – einer Geschichte über Liebe, Tod und Einsamkeit – im Forum vertreten.

1997 erhielt er in Cannes den Regie-Preis für "Happy Together" über ein homosexuelles Paar im argentinischen Exil. Nach dieser Auszeichnung kamen seine Filme "Days Of Being Wild" und "As Tears Go By" in die deutschen Kinos. Ehrungen gab es später auch für das nostalgische Liebesdrama "In The Mood For Love" (2000) und die lose Fortsetzung "2046" (2004), die 2011 mit einem César-Preis und 2004 mit einem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurden.

"My Blueberry Nights" (2007) war Wong Kar Wais erster Film, den er in den USA drehte und mit Hollywoodstars wie Natalie Portman und Jude Law sowie der Sängerin Norah Jones besetzte. Aktuell arbeitet er an "The Grandmasters" mit Tony Leung und Ziyi Zhang.

Die 63. Internationale Filmfestspiele Berlin finden vom 7. bis 17. Februar 2013 statt.

Quelle: BMO
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