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Tiere

Meeresbewohner brauchen Schutz

"Ich wünsche mir, dass die Meeresschildkröten mehr Beachtung finden und dass ihr Lebensraum besser geschützt wird." Mit diesem Anliegen hat sich Michele aus Rüdersdorf für die Teilnahme an der Kinderumweltkonferenz der Sea Life Center beworben. Insgesamt 160 Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland hatten ihre Wünsche für die Zukunft der Meere aufgeschrieben. Acht Kinder wurden eingeladen. Michele durfte das Sea Life Aquarium in Berlin-Mitte vertreten.

"Meeresschildkröten haben mich schon immer fasziniert. Es sieht toll aus, wenn sie durchs Meer schwimmen", sagt Michele. Leider gehören sie zu den stark bedrohten Arten. Die Babyschildkröten werden an Stränden geboren und haben dort jede Menge natürliche Feinde. Oft werden sie kurz nach der Geburt von Vögeln oder Krabben gefressen. Die Weibchen, die überleben konnten, kehren nach 20 oder 30 Jahren im Meer an ihren Geburtstrand zurück, um dort Eier abzulegen. Nicht selten hat sich dort vieles verändert: Hotels wurden gebaut und überall sind Touristen. "Einige Weibchen trauen sich gar nicht mehr an den Strand und lassen ihre Eier einfach ins Meer fallen", erklärte Michele den Zuhörern. "Manchmal ist es auch so, dass die kleinen Schildkröten von den Lichtern der Restaurants und Discos abgelenkt werden und nicht den Weg ins Meer finden."

Die Kinder haben ihre Vorträge zusammen mit Biologen der Sea Life Aquarien ausgearbeitet. Es ging darum, wie der Mensch die Umwelt beeinflusst und was man tun kann, um bedrohte Meeresbewohner wie Störe, Haie oder Korallen zu retten. "Eigentlich fand ich alle Vorträge toll. Jeder hat sich viel Mühe gegeben und von jedem konnte man eine Menge lernen", sagt Martin aus Speyer. Sein Vortrag mit dem Thema "Schutzzonen für Wale" wurde von einer Jury als bester ausgezeichnet. Seit Jahrzehnten ist der Lebensraum der gigantischen Meeressäuger bedroht. Martin und viele Umweltschützer hoffen, dass es bald riesige Meeresgebiete geben wird, in denen keine Wale mehr gejagt werden dürfen.schie



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