Kinder-Berlinale: Filmkritiken I (sechs Filme)
Der Eisdrache
Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011, 77 Min., Schwedisch, dt. Einsprache, engl. UT, empfohlen ab 10 Jahre
Von Felix Katulski (11)
Der Schüler Mik hat ein ganz schönes Chaos in seinem Leben zu meistern: Sein Vater ist nur noch peinlich und betrunken, mit seinem älteren Bruder guckt er Zombiefilme und übt boxen in der Küche, eine Mutter hat er nicht mehr.
Die Übergangslösung des Jugendamtes bedeutet für Mik, er muss die Stadt verlassen und zu seiner Tante in den Norden gehen. Kaum angekommen, interessiert er sich nur für die Busfahrkarte nach Hause. Als weitere Katastrophe entpuppt sich anschließend Miks neue Pflegefamilie. Dort haut er schnell ab. Zurück bei seiner Tante beginnen die Abenteuer mit seinen neuen Freunden.
Die Story ist perfekt. Lustige Sprüche und Szenen lockern den Film auf. Die Charaktere sind mit guten Schauspielern besetzt. Jeder Charakter hat eine bestimmte Rolle, die im Verlaufe des Films wichtig wird. Miks Lebenssituation stellt den roten Faden dar. Daneben gibt es noch viele Darstellungen, die den Film spannend machen z.B. die gruselige alte Oma. Interessant sind die Informationen über das Leben von Walen, die in der Geschichte immer wieder auftauchen. Die wichtigsten Themen dieses Films sind Freundschaft und die Beziehungen der Menschen untereinander.
Der Film ist super geeignet für zehnährige Abenteurer. Mit seinen guten Redewendungen und Bildern ist er sehr fesselnd und deshalb nicht nur für Jungs sondern für die ganze Familie ein schönes Erlebnis.
Interview mit Philip Olssen (Mik) von Felix und Noah:
Philip, du hast die Rolle über ein Casting bekommen. Wie viele Kinder waren denn beim Casting dabei?
Philip: Es waren etwa 2000 Kinder.
Wohnst du auf dem Land oder in einer großen Stadt wie z.B. Stockholm?
Philip: Ich wohne in Södertälje, etwa 40 Kilometer von Stockholm entfernt.
War das dein erster Film oder hast du das schon häufiger gemacht?
Philip: "Der Eisdrache" war mein erster Film, davor war ich bei keinem Film dabei.
Wie lange dauerten die Dreharbeiten?
Philip: Ich habe zwei Monate sehr intensiv gedreht. Ich hatte nebenbei gar keine Zeit, zur Schule zu gehen. Der Regisseur hat vier Jahre an dem Film gearbeitet.
Bist du wirklich ins Eis eingebrochen?
Philip: Nein, das war ich nicht. Das war eine Stuntfrau - ich war nur kurz im Wasser.
War das nicht viel zu kalt?
Philip: Es ging, weil ich unter meinen Sachen einen Taucheranzug anhatte. Aber wir haben im Norden von Schweden gedreht, da ist es sehr kalt. Anfangs hatten wir dort Minus 36 Grad.
War der Regisseur sehr streng?
Philip: Nein, Martin Högdahl ist sehr nett und lustig. Wir haben viel gelacht.
Wieso wolltest du schauspielern?
Philip: Weil mir das Spaß macht und ich es gut kann.
Bist du ein Filmstar in Schweden?
Philip: (Philip lacht) Nein, nicht wirklich. Aber kann ja noch werden. Wegen dieser Arbeit habe ich gerade eine Rolle in einem anderen Film angeboten bekommen.
Verstehst du dich mit Feline Andersson (Pi) auch in echt so gut wie im Film?
Philip: Ja, wie verstehen uns super und haben durch Facebook auch ständig Kontakt. Feline wohnt nämlich in Malmö.
Was sind deine Hobbys?
Philip: Ich treffe mich am liebsten mit meinen Freunden und spiele gern Fußball.
Seit wann seid ihr in Berlin und was hast du seitdem hier unternommen?
Philip: Wir sind erst gestern hier in Berlin angekommen und waren dann in einer Pizzeria. Viel mehr konnte ich mir leider noch nicht ansehen. Vielleicht gehe ich gleich in das Wissenschaftsmuseum.
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