Eiskunstlauf
Eine glatte Herausforderung
Eiskunstlauf ist nicht nur etwas für Leistungssportler. Für Madlen (14) zählt vor allem die Freude daran.
Von Madlen Burton
Seit fast drei Jahren gehe in nun schon zum Eiskunstlauf-Training. Mindestens zweimal die Woche heißt es für mich, ab aufs Eis! Egal ob Regen oder Schnee, meine Freundin Cecilia (15) und ich sind immer dabei. Zwar sind wir nur Hobbyläufer und wissen, dass es für uns nicht mehr reicht, um in den Kader zu kommen, doch trotzdem nehmen wir den Sport ernst. Für uns ist es nicht wichtig, immer Bestleistung zu zeigen, sondern den Spaß und die Freude am Sport nie zu verlieren. Jedes Jahr findet am Ende der Saison beim SCC Berlin eine Clubmeisterschaft statt, für die die Teilnehmer die ganze Saison über fleißig eine Kür trainieren. Aber auch wenn die Saison nur von Oktober bis März geht, sind wir den Rest des Jahres nicht faul. Es geht mit Konditionstraining, Rollschuhlaufen und Tanzen weiter.
Kein Sport wie jeder andere
Ich habe mit dem Eiskunstlaufen erst mit elf Jahren angefangen. Davor habe ich einige Jahre voltigiert, doch als mein Verein sich dann auflöste,wollte ich mir ein neues Hobby suchen. Ich wollte etwas Außergewöhnliches machen, nicht etwas, das jeder zweite macht. Mir fiel wieder ein, dass ich mit acht Jahren das SCC Eismärchen "Dornröschen" besucht habe. Das hatte mich sehr beeindruckt und ich wusste plötzlich: Das will ich machen! Ich meldete mich an und ging zum Probetraining. Nie hätte ich gedacht, dass ich dabei soviel Spaß haben würde. Cecilia hab ich beim Training kennen gelernt, wir haben uns gleich blendend verstanden, gehen heute immer zusammen zum Training und nehmen auch regelmäßig privat Stunden bei unserer Trainerin.
Im Winter findet im Horst-Dohm-Eisstadion für Jugendliche ab zwölf Jahren zweimal die Woche Gruppentraining statt. Je nach Tag und Wetter bestehen die Gruppen immer aus fünf bis 15 Jugendlichen, die abhängig von Leistung in drei bis vier Gruppen aufgeteilt werden. Jüngere Kinder trainieren am Wochenende.
Im Sommer gehts ins Trainingslager
In den Sommerferien gibt es außerdem ein zweiwöchiges Trainingslager. 2011 durften wir zum ersten Mal mitfahren. Pro Tag hatten wir zwei Stunden Eistraining, zwei Stunden Konditionstraining und eine Stunde Ballett, abends mussten wir einen Berg rauf und runter joggen. Das Pensum war anstrengend, es hat aber auch Spaß gemacht, so viele neue Figuren und Pirouetten zu lernen. Auch die Gemeinschaft war toll.
Mal hinfallen gehört dazu
Eiskunstlaufen ist ein Sport, der unheimlich viel Spaß macht, man lernt neue Leute kennen und kann eigene Erfahrungen sammeln. Viele sagen, es ist gefährlich, ich finde das stimmt durchaus, aber wenn man vorsichtig ist und alles richtig ausführt, kann eigentlich nicht viel passieren. Natürlich fällt man mal hin, schafft einen Sprung nicht oder braucht eine Auszeit nach einer Pirouette, weil einem schwindelig ist, doch ehrlich gesagt, gehört das alles dazu. Es wäre langweilig, wenn man alles sofort könnte.
Infos: www.scc-eiskunstlauf.de
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