Frage der Woche
Wer waren die Gastarbeiter?
Schlauer werden mit der Kinderpost
Vor 50 Jahren ging es der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland so gut, dass es nicht genug Arbeiter im Land gab, um alle Arbeitsplätze zu besetzen. Damit die Fabriken und Bergbaubetriebe mit voller Kraft laufen konnten, beschloss die Regierung 1961 deshalb, Menschen aus anderen Ländern einzuladen und sie für einige Jahre hier arbeiten zu lassen. Zuerst schloss sie sogenannte Gastarbeiter-Abkommen mit Italien, Spanien und Griechenland ab, dann kamen die Türkei, Marokko, Tunesien und die Länder des ehemaligen Jugoslawien hinzu. Gastarbeiter nannte man die Arbeiter deshalb, weil man sie als Gäste betrachtete, die nur zum Arbeiten kommen und irgendwann wieder gehen. So sahen sich die Männer, die kamen, anfangs auch. Die meisten wollten ein paar Jahre lang Geld für ihre Familien verdienen und nach Hause zurückkehren. Als es der deutschen Wirtschaft zehn Jahre später nicht mehr so gut ging, wurde die Anwerbung gestoppt. Viele der Gastarbeiter kehrten, anders als geplant, dann doch nicht in ihrer Heimatländer zurück. Sie holten ihre Familien nach und bauten sich in Deutschland ein neues Leben auf. Mittlerweile haben sie deutsche Pässe und sind Teil der Gesellschaft. Die größte Gruppe der ehemaligen Gastarbeiter kam aus der Türkei. Heute werden die, die geblieben sind, nicht mehr Gastarbeiter, sondern Menschen mit Migrationshintergrund genannt.
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