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Filmfestival

Kinder-Berlinale

Pferde, Außerirdische und ein sprechender Zweig: Am Freitag beginnt das 60. Internationale Filmfestival Berlin auch für junge Kinofans von sechs bis 13 Jahren

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Knorzel
Foto: Berlinale
Knorzel (Norwegen 2009/75 Min., Norwegisch mit dtsch. Einsprache, engl UT, empfohlen ab 6 J.) Lillebrors Familie zieht aufs Land, der kleine Junge findet einen seltsamen und sehr lustigen Freund in einem Zweig, mit dem er die neue Welt entdeckt (14.2., 11 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain; 17.2., 11.30 Uhr, Cinemaxx3)

Die Berlinale ist nicht nur ein wichtiges Internationales Filmfestival. Sie ist auch eine perfekte Gelegenheit, auf eine Weltreise zu gehen - ohne die Stadt zu verlassen.Wer sich die Kinderfilme ansieht, die vom 12.-21. Februar in drei Berliner Kinos gezeigt werden, kann das Leben von Kindern in Mexiko, Japan, Korea, Neuseeland, Skandinavien, West- und Südeuropa, Georgien und Sibirien kennenlernen und große Gefühle erleben. Staunen, herzhaft lachen und auch weinen. Denn nicht immer und überall ist das Leben der Kinder auf dieser Welt einfach und unbeschwert. Sie haben mit Armut zu kämpfen, müssen mit Schicksalsschlägen umgehen, die Trennung ihrer Eltern oder Umzüge verkraften, oder einsehen, dass das Leben nicht immer so ist, wie wir es gern hätten.

Viele bewegende Geschichten

Auf der Kinder-Berlinale werden viele Themen angesprochen: Abschied, Behinderung, Trauer und Abschiebung - aber auch Liebe und Freundschaft. Immer liegt in den Geschichten auch die Chance für einen Neubeginn. Denn auch das zeigen die Filme: Kinder sind stark, finden meistens etwas zu lachen, und nur ganz selten gibt es gar keine Hoffnung. Auf dem Kplus-Progamm stehen zehn Spielfilme, ein Anime, ein Dokumentarfilm und zwei Dokufictions. Das sind Filme, in denen echte Personen sich selbst in einer erfundenen Geschichte spielen, die viel mit der Wirklichkeit zu tun hat. Das ist beim Eröffnungsfilm "Alamar" der Fall, der eine wunderschöne Vater-Sohn-Geschichte erzählt, und bei "La Pivellina", in dem es um ein kleines Mädchen geht, das in Italien von seiner Mutter ausgesetzt wird. Eine Zirkusfamilie kümmert sich um das Kind. (13.2., 13 Uhr Zoo Palast 1; 14.2., 11.30 Uhr Cinemaxx3; 15.2, 11 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain, ab 9 J.). Die Filme zeigen manchmal harte Realtiäten, und einige sind deshalb erst für ältere Kinder empfohlen. Wie "Susa", die Geschichte eines Jungen, der in Georgien vom Wodkaverkauf lebt und lange hofft, dass sein Leben besser wird. (Georgien 2010/78 Min., Georgisch, dt. Einsprache, engl. UT, ab 12 J; 18.2., 12 Uhr + 21.02., 15.30 Uhr, Zoo Palast 1; 19.02., 14 Uhr, Cinemaxx3). Und es gibt auch wieder drei Kurzfilmprogramme: jeweils für Kinder ab vier, acht und zwölf Jahren.

Schauspieler und Regisseure in Berlin

Die Berlinale ist meist die einzige Gelegenheit, diese oft wunderbaren Filme kennenzulernen. Denn die Wenigsten finden den Weg in unsere Kinos. Deshalb werden sie auch nicht synchronisiert. Sie laufen immer in der Originalfassung, sodass man den Klang der echten Stimmen und Sprachen hört. Die deutsche Übersetzung wird bis auf zwei Filme immer eingesprochen. Das funktioniert, wenn man sich einmal eingehört hat. Neben den Auftritten der Stars auf dem Roten Teppich macht noch etwas anderes das Festival so spannend: Nach den Vorführungen können Kinder den Regisseuren und vielen der Schauspieler im Kinosaal Fragen zu den Filmen stellen. Eine einmalige Gelegenheit!

Das Reporter-Team der Kinderpost wird dabei sein, die Filme ansehen und euch in der Kinderpost und unter www.berliner-kinderpost.de täglich auf dem Laufenden halten.



Erschienen am 06.02.2010



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