Pferde, Außerirdische und ein sprechender Zweig: Am Freitag beginnt das 60. Internationale Filmfestival Berlin auch für junge Kinofans von sechs bis 13 Jahren
Foto: Berlinale
Knorzel (Norwegen 2009/75 Min., Norwegisch mit dtsch. Einsprache, engl UT, empfohlen ab 6 J.) Lillebrors Familie zieht aufs Land, der kleine Junge findet einen seltsamen und sehr lustigen Freund in einem Zweig, mit dem er die neue Welt entdeckt (14.2., 11 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain; 17.2., 11.30 Uhr, Cinemaxx3)
Foto: berlinale
Echo des Regenbogens (Hongkong/china 2009/120 Min., Kanton./Engl., dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 10 J.) Big Ear ist glücklich am Ende der Gasse, seinen Eltern haben einen kleinen Laden, der große Bruder ist ein toller Sportler. Doch dann muss die Familie große Verluste verkraften.... traurig (14.2., 10.30 Uhr, Zoo Palast1, 15.2., 14 Uhr; Cinemaxx3; 16.2., 16 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain)
Foto: berlinale
Wie wir leben (Neuseeland/Kanada 2009/84 Min., Engl./Maori, dtsch. UT, empfohlen ab 12 J.) Dokumentarfilm über eine Maorifamilie mit sechs Kindern, die nach ihren eigenen Regeln ein wildes Leben mit vielen Pferden in der Natur führt. Das ist nicht immer einfache. Der Vater lernt viel von seinen Kindern. (14.2., 13 Uhr; 17.2., 15.30 Uhr und 21.2., 10.30 Uhr im Zoo Palast1)
Foto: berlinale
Boy (Neuseeland 2010/87 Min., Engl/Maori mit dtsch. UT, ab 12 J.) Der elfjährige Alamein, genannt Boy, ist Michael-Jackson-Fan. An dieses Idol kommt nur sein Vater ran, denn den träumt sich Boy im Geiste zum Superhelden. Als Dad plötzlich auftaucht, muss Boy langsam begreifen, wie sein Vater wirklich ist.... (14.2. und 16.2., 15.30 Uhr; 19.2., 9.30 Uhr im Zoo Palast1)
Foto: berlinale
Rafiki ( Norwegen 2009/79 Min., Norwegisch, dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 8 J.) Rafiki heißt "beste Freundinnen für immer", und das sind Julie, Mette und Naisha. Als Naisha und ihre Mutter abgeschoben werden sollen, verschwinden sie. Können Julie und Mette helfen? (15.2., 9.30 Uhr, Zoo Palast1; 16.2., 11 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain; 21.2., 11 Uhr, Cinemaxx3)
Foto: Victor Arnolds/berlinale
IEP! ( Niederlande/Belgien/2009 - 81 Min., Niederländisch, dtsch. Einsprache, engl. UT., ab 7 J.) So ein Vögelchen hat Warre noch nie gesehen: Ist es ein Mensch mit Flügeln oder ein Vogel mit Menschenkörper? Jeder, der das Wesen findet, macht sich seinen eigenen Reim darauf.... (15.2., 12 Uhr,, Zoo Palast1; 16.2.; 14 Uhr, Cinemaxx3; 17.2., 16 Uhr ,Filmtheater am Friedrichshain)
Foto: berlinale/Berlinale
Ein neues Leben (Korea/Frankreich 2009/92 Min., koreanisch, dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 10 J.) Jinhee hat ihren Vater lieb. Als der sie ohne Erklärung im Weisenhaus abgibt, versteht sie die Welt nicht mehr - Jinhee muss lernen, dass das Leben trotzdem weitergeht... bewegend (17.2., 9.30 Uhr Zoo Palast1; 18.2., 16 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain; 21.2., 14 Uhr, Cinemaxx3)
Foto: Berlinale/berlinale
Superbruder (Dänemark 2009/89 Min., dänisch mit dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 8 J.) Anton wünscht sich einen großen Bruder, der ihn auch mal verteidigen kann. Doch Buller ist alles andere als das. Ein kosmisches Spielzeug hilft den beiden ungleichen Brüdern, einander zu verstehen.... (15.2., 15.30 Uhr, Zoo Palast1; 16.2., 11.30 Uhr, Cinemaxx3; 18.2., 11 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain)
Foto: Berlinale/berlinale
Die Letzte ihrer Familie (Finnlandd 2010/80 Min., Nenet/Russisch, dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 8 J.) Neko lebt mit ihrem Vater und der Oma in einem Zelt in der sibirischen Tundra. Sie fahren Kajak, fischen, trommeln. Auf dem russischen Internat sind diese Fertigkeiten nicht gefragt ... (18.2., 9.30 Uhr, Zoo Palast 1; 19.2., 11.30 Uhr Cinemaxx3; 21.2. 11 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain)
Foto: berlinale
Alamar (Mexiko 2009/73 Min., Dokufiction, Spanisch/Italienisch mit deutscher Einsprache, engl. Untertitel (UT), empfohlen ab 7 Jahren) Natan lernt bei seinem Vater die Tradition der Fischer in der mexikanischen Karibik kennen. Schöne Vater-Sohn- und Naturgeschichte (12.2., 15.30 Uhr Zoo Palast1; 14.2., 14 Uhr, Cinemaxx3; 15.2., 16 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain)
Foto: A-1-Pictures/berlinale
Willkommen zur Space Show (Japan 2009/136 Min., Anime, Japanisch mit dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 11 J.) Auf der Suche nach ihrem kleinen Hasen finden fünf Kinder den Außerirdischen Pochi. Der lädt sie zu einem Trip hinter den Mond ein ... eine verrückte Reise in eine knallbunte Welt. (18.2., 15.30 Uhr + 19.2. 12 Uhr, Zoo Palast1; 21.2., 16 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain)
Foto: Berlinale
La Pivellina (Österr./Italien 2009/ Min, italienisch mit dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 9 J.) Ein kleines Mädchen wird von seiner Mutter auf einem Spielplatz ausgesetzt. Eine Zirkusfamilie kümmert sich um das Kind (13.2., 13 Uhr Zoo Palast1; 14.2., 11.30 Uhr, Cinemaxx3; 15.2., 11 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain)
Foto: Berlinale/berlinale
Susa (Georgien 2010/ Min., Georisch mit dtsch. Einsprache, engl. UT, ab 12 J.)
Der Junge Susa lebt vom Wodkaverkauf in einer trostlosen Umgebung. Lange hofft er, dass alles besser wird.... (18.2., 12 Uhr + 21.2. 15.30 Uhr , Zoo Palast 1; 19.2., 14 Uhr, Cinemaxx3)
Die Berlinale ist nicht nur ein wichtiges Internationales Filmfestival. Sie
ist auch eine perfekte Gelegenheit, auf eine Weltreise zu gehen - ohne die
Stadt zu verlassen.Wer sich die Kinderfilme ansieht, die vom 12.-21. Februar
in drei Berliner Kinos gezeigt werden, kann das Leben von Kindern in Mexiko,
Japan, Korea, Neuseeland, Skandinavien, West- und Südeuropa, Georgien und
Sibirien kennenlernen und große Gefühle erleben. Staunen, herzhaft lachen
und auch weinen. Denn nicht immer und überall ist das Leben der Kinder auf
dieser Welt einfach und unbeschwert. Sie haben mit Armut zu kämpfen, müssen
mit Schicksalsschlägen umgehen, die Trennung ihrer Eltern oder Umzüge
verkraften, oder einsehen, dass das Leben nicht immer so ist, wie wir es
gern hätten.
Viele bewegende Geschichten
Auf der Kinder-Berlinale werden viele Themen angesprochen: Abschied,
Behinderung, Trauer und Abschiebung - aber auch Liebe und Freundschaft.
Immer liegt in den Geschichten auch die Chance für einen Neubeginn. Denn
auch das zeigen die Filme: Kinder sind stark, finden meistens etwas zu
lachen, und nur ganz selten gibt es gar keine Hoffnung. Auf dem
Kplus-Progamm stehen zehn Spielfilme, ein Anime, ein Dokumentarfilm und zwei
Dokufictions. Das sind Filme, in denen echte Personen sich selbst in einer
erfundenen Geschichte spielen, die viel mit der Wirklichkeit zu tun hat. Das
ist beim Eröffnungsfilm "Alamar" der Fall, der eine
wunderschöne Vater-Sohn-Geschichte erzählt, und bei "La
Pivellina", in dem es um ein kleines Mädchen geht, das in Italien von
seiner Mutter ausgesetzt wird. Eine Zirkusfamilie kümmert sich um das Kind.
(13.2., 13 Uhr Zoo Palast 1; 14.2., 11.30 Uhr Cinemaxx3; 15.2, 11 Uhr,
Filmtheater am Friedrichshain, ab 9 J.). Die Filme zeigen manchmal harte
Realtiäten, und einige sind deshalb erst für ältere Kinder empfohlen. Wie "Susa",
die Geschichte eines Jungen, der in Georgien vom Wodkaverkauf lebt und lange
hofft, dass sein Leben besser wird. (Georgien 2010/78 Min., Georgisch, dt.
Einsprache, engl. UT, ab 12 J; 18.2., 12 Uhr + 21.02., 15.30 Uhr, Zoo Palast
1; 19.02., 14 Uhr, Cinemaxx3). Und es gibt auch wieder drei
Kurzfilmprogramme: jeweils für Kinder ab vier, acht und zwölf Jahren.
Schauspieler und Regisseure in Berlin
Die Berlinale ist meist die einzige Gelegenheit, diese oft wunderbaren Filme
kennenzulernen. Denn die Wenigsten finden den Weg in unsere Kinos. Deshalb
werden sie auch nicht synchronisiert. Sie laufen immer in der
Originalfassung, sodass man den Klang der echten Stimmen und Sprachen hört.
Die deutsche Übersetzung wird bis auf zwei Filme immer eingesprochen. Das
funktioniert, wenn man sich einmal eingehört hat. Neben den Auftritten der
Stars auf dem Roten Teppich macht noch etwas anderes das Festival so
spannend: Nach den Vorführungen können Kinder den Regisseuren und vielen der
Schauspieler im Kinosaal Fragen zu den Filmen stellen. Eine einmalige
Gelegenheit!
Das Reporter-Team der Kinderpost wird dabei sein, die Filme ansehen und euch
in der Kinderpost und unter www.berliner-kinderpost.de
täglich auf dem Laufenden halten.
Erschienen am
06.02.2010