Kritik
Das andere Ufer
Freitag, 13. Februar 2009 13:24 - Von Marie-Lena Nelle (13)
Das andere Ufer (Regie: George Ovashvili, Georgien, Kasachstan 2009/ 90 Min., Georgisch/Abchasisch/Russisch mit deutscher Einsprache, empfohlen ab 13 Jahren)
Tedo und seine noch ziemlich junge Mutter Keto sind georgische Flüchtlinge aus der Provinz Abchasien. Tedos Vater konnte nicht mit der Familie flüchten, da er einen Herzinfarkt bekommen hatte. Tedo und Keto leben nun in einer verlassenen Hütte in einem Vorort von Georgiens Hauptstadt Tiflis. Tedo ist Lehrling in einer Auto-Werkstätte und Keto lässt sich für etwas Geld von einem fremden Mann den Rücken streicheln. Tedo will zurück in seinen Heimatort, um dort endlich seinen Vater zu finden. Er macht sich allein auf eine gefährliche Reise. Doch in Abchasien sind Georgier wie Tedo alles andere als herzlich willkommen! Der Junge hat wahnsinnige Angst, was ihn nun erwartet, doch er gibt die Hoffnung nicht auf! Der Film ist sehr, sehr berührend. Zugegeben, mir kamen oft die Tränen. Obwohl er sehr traurig und bedrückend ist, wiederspiegelt er die Realität von Georgiern, Russen und Abchasen im umkämpften Kaukasus-Gebiet.
Tedo Bekhauri (so heißt der Schauspieler von Tedo im Film) hat diese schwere Rolle perfekt und mitfühlend gespielt! Dieser Film übertrifft fast alles, was ich mir an Filmen bisher angeschaut habe!! Ich empfehle diesen großartigen Film allen ab 13 Jahren. Denn dieser Film ist noch nichts für jüngere Kinogänger, weil er sehr aufregend und traurig ist und weil er kein Happy End, sondern ein sehr offenes Ende hat! *
09.02. 14:00 Uhr Cinemaxx 3 Potsdamer Platz
Erschienen am 09.02.2009
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