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01.10.10

Studium

Konkurrierende Hochschul-Rankings

Hochschul-Rankings sollen eine Übersicht über die Unilandschaft geben, widersprechen sich aber oft. Jetzt ist Besserung in Sicht.

© dpa-tmn/DPA
Top oder Flop: Bei der Studienwahl nicht nur nach Uni-Rankings gehen
Uni-Rankings sollen einen Überblick geben üder die Qualitiät der Lehre und Ausstattung einer Hochschule

Geradezu stoisch verkündete die Technische Universität München (LMU) auch in diesem Herbst ihre Spitzenposition in der Weltrangliste führender Universitäten. Nicht des Kommentierens wert erschien die Tatsache, dass sie im "Times Higher Education" Ranking (THE) von Platz 55 auf Platz 101 abgeschlagen war, während das QS Ranking die LMU weiterhin auf Platz 55 platzierte und das Academic Ranking of World Universities der Jiao Tong University in Shanghai (ARWU) sie auf Platz 52 der besten Universitäten der Welt setzte.

Dagegen landete die sonst eher abgeschlagene Universität Göttingen im THE-Ranking auf Platz 43 und ist damit die beste deutsche Hochschule.

Jedes Ranking hat andere Bewertungskriterien. Wie man es auch drehen und wenden mag, wirklich objektiv und transparent werden Rankings letztlich nie sein. Aber sie lassen sich verbessern: So präsentiert sich das Times-Ranking in diesem Jahr mit neuer methodischer Grundlage und neuem Partner. Die Zusammenarbeit mit dem Personaldienstleister QS wurde gelöst und das neue Ranking in diesem Herbst in Zusammenarbeit mit dem Forschungsdaten-Spezialisten Thomson Reuters erstellt. Der frühere Partner gibt nun eigene Bewertungen heraus.

Beim Times Ranking untersucht wurden weltweit 600 Unis. Im Ranking selbst erscheinen nur die TOP 200. Methodisch wird nach Aussagen von Phil Baty vom THE mehr Wert auf Qualität und Transparenz gelegt. Der Ruf und die Tradition einer Hochschule fallen beim neuen Times Ranking weniger ins Gewicht, stärker dagegen die universitären Kernaufgaben Forschung, Lehre und Wissenstransfer. 32,5 Prozent entfallen auf die Anzahl an Zitationen, 30 Prozent nimmt die Qualität der Lehre ein, die Forschungsreputation fließt mit 30 Prozent ein, die Internationalität unter Studierenden sowie Mitarbeitern schlägt mit fünf Prozent und der Forschungstransfer in die Industrie mit 2,5 Prozent zu Buche.

Das Ranking im Internet unter:

www.timeshighereducation.co.uk/world-university-rankings

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