Zahntechniker
Die Spezialisten für schöne Zähne
Kronen, Brücken, Implantate, plastische Chirurgie: Bei Zahnersatz und Kieferchirurgie ist heute praktisch alles möglich. Das funktioniert aber nur mit Hilfe der Zahntechniker. Die spezialisierte Handwerkskunst des Zahntechnikers hilft dem Zahnarzt, Lücken im Gebiss zu schließen, künstliche Zähne oder ganze Prothesen einzusetzen.
Zahntechniker sind unersetzliche Helfer hinter jeder Zahnarztpraxis. Wenn der Schaden am Zahn oder am Gebiss mit Bohren alleine nicht mehr zu beheben ist, wenn künstlicher Zahnersatz implantiert werden muss, dann schlägt ihre Stunde. Sie fertigen Gebissmodelle an und stellen Prothesen her, sie machen Hohlformen für Zähne, produzieren Metall- oder Keramikersatz von Zähnen und ganzen Kieferteilen, sie reparieren Zahnspangen und Schienen und auch in der plastischen Chirurgie wäre der Zahnarzt ohne die Handwerkskunst des Zahntechnikers hilflos. Dabei kommt es auf millimetergenaues Arbeiten an.
Ausbildung oder Studium
Zahntechniker ist ein klassischer Ausbildungsberuf, in jüngerer Zeit ist aber eine Studiumsbegleitende Ausbildung hinzugekommen. Und Dentaltechnik kann man inzwischen auch studieren. Über den erforderlichen Schulabschluss für die klassische Ausbildung zum Zahntechniker im dualen System (Betrieb und Berufsschule) gibt es keine verbindlichen Vorschriften, doch die meisten Betriebe nehmen Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss an (53%). Ein Drittel sind Abiturienten, Hauptschüler sind nur zu 14% vertreten.
An praktischen Voraussetzungen sollte man handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Selbstständigkeit und die Fähigkeit mitbringen, genau arbeiten zu können. Die Ausbildung in einem Zahntechnik-Betrieb dauert dreieinhalb Jahre, daneben geht man zur Berufsschule. Bei besonders guten Leistungen kann sie um sechs Monate verkürzt werden. Am Ende der Ausbildung zum Zahntechniker steht eine Prüfung ab, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil besteht.
Alternativ kann man in manchen Bundesländern Zahntechniker auch in einem dualen Studiengang werden. An der Berufsakademie in Hamburg kann man beispielsweise Betriebswirtschaft studieren und gleichzeitig eine klassische Ausbildung im Betrieb absolvieren. An manchen Fachhochschulen wie in Osnabrück kann man Dentaltechnik studieren.
Die Voraussetzung sind ein Fachabitur, der Meister oder eine abgeschlossenen Berufsausbildung.
Die Berufschancen für Zahntechniker sind gut, Könner sind gefragt und werden gesucht. Auch die beruflichen Entwicklungschancen sind gut. So kann man sich über die Handwerkskammer weiterbilden und spezialisieren oder
mit einem Meisterbrief nach einer zweijährigen Weiterbildung selbständig machen und sein eigenes Zahntechnik-Labor gründen.
Der Verdienst nach der Ausbildung schwankt je nach Anforderung und Lage zwischen 1300 und 1700 Euro im Monat brutto. Dem eigenen Verhandlungsgeschick sind aber keine Grenzen gesetzt. Bei selbstständigen Zahntechnikern mit eigenem Betrieb sind die Verdienstmöglichkeiten wesentlich höher.
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