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10.09.10

Redakteur

Ein Redakteur macht Informationen zu Nachrichten

Der Redakteur ist ein Journalist, der Informationen filtert und gezielt zu Nachrichten verarbeitet. Er arbeitet in der Regel in einer Redaktion für Print- und Onlinemedien, für Fernsehen und Rundfunk. Er sorgt dafür, dass Zeitungen, Onlineportale, TV- und Hörfunksendungen inhaltlich gestaltet werden.

Ohne einen Redakteur kommen inhaltlich keine Zeitung oder Zeitschrift, keine Fernseh- oder Hörfunksendung und auch keine ordentliches Online-Nachrichtenportal zustande. Aufgabe des in der Regel in einer Redaktion festangestellten Mitarbeiters ist es, aus einem Füllhorn an Informationen, die in eine Redaktion gelangen, diejenigen zu filtern, die zu einer Nachricht, einer Reportage, einem Kommentar, zu Hörfunk- oder Bildbeiträgen in einem Medium umgearbeitet werden. Es werden Interviews geführt und auch Expertisen und Hintergrunderläuterungen den Lesern, Zuschauern und Zuhörern öffentlich zugängig gemacht. Die Informationen gelangen meist über Agenturen, Korrespondenten, Pressemitteilungen oder Reporter in die Redaktion oder werden vom Redakteur selbst recherchiert. Im Internet, telefonisch, in Archiven – und mitunter auch am Ort des Geschehens.

In Konferenzen entscheiden der Chefredakteur gemeinsam mit Ressortleitern und den Redakteuren, welche Themen in welcher Form veröffentlicht werden sollen. Auch die inhaltliche Umsetzung obliegt dem Redakteur, der Beiträge nicht nur selbst verfasst sondern sie auch redigiert. Dabei geht es um die inhaltlich richtige Veröffentlichung von Informationen, die korrekte Rechtschreibung sowie die stilistische Verständlichkeit eines Beitrags.

Redakteure haben meist Studium und Volontariat hinter sich

Während die Berufsbezeichnung des Journalisten sich jeder zulegen kann, der Informationen veröffentlicht, haben Redakteure meist nach Abitur und Hochschulabschluss ein Volontariat, also eine berufliche Ausbildung, bei einem Medium wie Zeitung, Zeitschrift, Rundfunk, Fernsehen oder einer Journalistenschule absolviert. Gelegentlich gibt es auch Quereinsteiger mit Abitur, Hochschulabschluss und einem fundierten Praxisbezug. Dennoch gibt es formal auch für den Beruf eines Redakteurs keine rechtliche Zugangsbeschränkung.

Voraussetzung für den Beruf sind Gewissenhaftigkeit, ein Gespür für Themen und Nachrichten, ein gewisse Stressresistenz und ein Mindestmaß an Kreativität.

Wer bei einem an Tarifverträge gebundenen Medium ein zwei bis drei Jahre dauerndes Volontariat zum Redakteur durchläuft, erhält ein Ausbildungsentgelt etwa zwischen 1500 und 2000 Euro. Wie hoch das Einkommen eines Redakteurs ist, hängt von seiner Tätigkeit, seiner Verantwortung, Position und Zugehörigkeitsdauer zum Unternehmen ab. Während das Gehalt von Chefredakteuren und Ressortleitern frei vereinbart werden kann, obliegt das monatliche Gehalt eines Redakteurs tarifrechtlichen Mindestgrenzen. In der Regel beträgt das monatliche Grundgehalt eines Redakteurs zwischen 3000 und 4800 Euro monatlich. Das monatliche Gehalt der Vorgesetzten liegt in den meisten Fällen deutlich darüber.

Das Internet hat das Berufsbild des Redakteurs in den vergangenen Jahren insbesondere bei Tageszeitungen und Zeitschriften grundlegend verändert. Durch die zunehmende Verlagerung des Anzeigenmarktes von den Printmedien auf das Internet sowie elektronische Medien, ist es zu einer deutlichen Verringerung der Redakteursstellen in Deutschland gekommen. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Online-Portale in denen Nachrichten verbreitet werden.

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