Mediengestalter ist ein junger und kreativer Beruf
Mediengestalter ist ein junger und kreativer Beruf
Sie erstellen Werbespots und Musikvideos, gestalten Flyer und Prospekte. Für die junge Berufsgruppe der Mediengestalter gibt es zahlreiche Betätigungsfelder.
Mediengestalter beschäftigen sich mit der künstlerischen Gestaltung Neuer Medien. Ihre Tätigkeit reicht vom Konzept bis zum fertigen Produkt. Die Berufsbezeichnung ersetzt seit 1998 Berufe wie Druckvorlagenhersteller, Tontechniker oder Schriftsetzer. Mediengestalter werden in den Bereichen Bild und Ton sowie Digital und Print eingesetzt. Im Bereich Bild und Ton erstellen und bearbeiten Mediengestalter nach einer dreijährigen Ausbildung Bild- und Tonaufnahmen wie Werbespots oder Musikvideos und planen Medienproduktionen, für deren technischen Bereich sie zuständig sind. Dazu gehören auch Schnitt und Bildmischung, aber auch die Bedienung einer Kamera.
Im Bereich Digital und Print kümmern sich Mediengestalter um die Planung und Gestaltung digitaler oder gedruckter Medienprodukte, vom Flyer über die Zeitschrift bis zum Katalog. Ihre Aufgabe ist die Verarbeitung von Textbausteinen, Bildern und Geräuschen, sie befassen sich mit Grafiken und Videos, die sie in die geplanten Medienprodukte einbauen.
Die Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print dauert ebenfalls drei Jahre. Drei Fachrichtungen stehen hier zur Wahl: Beratung und Planung, Gestaltung und Technik sowie Konzeption und Visualisierung. Künftige Mediengestalter Digital und Print bekommen Bereiche wie Typografie, Webdesign oder Bildbearbeitung vermittelt und lernen das Arbeiten mit Satz- und Layoutprogrammen wie QuarkXPress oder InDesign.
Mediengestaltung wird auch an einigen Universitäten, darunter der Universität der Künste Berlin (Fachbereich Kunst und Medien), angeboten.
Mediengestalter Digital und Print arbeiten etwa in Verlagen, Werbeagenturen, Marketingabteilungen von Unternehmen, oder Designstudios, ihre Kollegen mit der Spezialisierung auf Bild und Ton werden z.B. in Radio- oder Fernsehstationen beschäftigt.
Ein bestimmter Schulabschluss für angehende Mediengestalter ist nicht vorgeschrieben, bevorzugt werden Bewerber, die mindestens die mittlere Reife vorweisen können, größere Chancen haben Abiturienten. Technisches Verständnis, gutes Hörvermögen, sicheres schriftliches Ausdrucksvermögen, Kreativität und Teamfähigkeit sind ebenfalls gefragt.
Ausgebildete Mediengestalter können sich in den Fachrichtungen Medienberatung, Mediendesign oder Medientechnik weiterbilden, um ihre Aufstiegschancen zu verbessern.
Mediengestalter müssen sich regelmäßig weiterbilden
Der Beruf des Mediengestalters ist ein sehr junger Beruf, der im Zeitalter der Kommunikationsgesellschaft relativ gute Zukunftsaussichten hat. Die Verknüpfung der unterschiedlichen Medien bekommt immer größere Bedeutung, die Medienbranche ist ein wachsender Bereich. Angesichts der großen Veränderungen in diesem Bereich ist es allerdings eine Voraussetzung, sich ständig weiterzubilden.
Das Gehalt der Mediengestalter variiert stark, Faktoren wie Geschlecht, Alter, Erfahrung, Können, Größe des Betriebes und Bundesland spielen eine Rolle. Das Durchschnittsbruttogehalt liegt bei etwa 2200 Euro, bei Experten kann es aber weit darüber liegen. Allerdings gibt es auch viele Arbeitgeber, die maximal 1500 Euro zahlen.
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