Maler
Maler müssen viel Geduld haben
Maler und Lackierer ist in Deutschland ein recht begehrter Ausbildungsberuf. Andererseits brechen Viele die Ausbildung vorzeitig ab. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Malerberuf hohe Ansprüche an die Auszubildenden stellt.
Maler – das können Menschen sein, die Personen, Landschaften oder Gegenstände in Bildern darstellen. Maler – das ist aber auch ein anerkannter handwerklicher Ausbildungsberuf. Maler und Lackierer sind demnach Handwerker, die Anstriche aller Art sowie sämtliche sichtbare und nicht sichtbare Vor- und Schlussbeschichtungen an Wänden und Decken im Innen- und Außenbereich herstellen. Ebenso werden Flächen (zum Beispiel Türen, Fenster) vorgestrichen und lackiert. Diese Facharbeiter beschichten auch Flächen, um dieser eine Schutzfunktion zu verleihen (zum Beispiel Korrosion).
Der Beruf gilt als Trend bei den männlichen Schulabgängern mit Hauptschulabschluss beziehungsweise ohne Abschluss. Allerdings: Die Abbruchquote während der Ausbildung ist im Vergleich zu anderen Berufen relativ hoch. Nach der Ausbildung besteht die Möglichkeit zur Selbstständigkeit und die Weiterbildung zum Malermeister. Die Berufsausbildung ist in der Regel nach drei Jahren abgeschlossen. Während dieser Zeit bekommt der Auszubildende ein Gehalt von rund 480 Euro im Durchschnitt der Ausbildungsjahre. Das Anfangsgehalt als Geselle beträgt nach dem erfolgreichen Abschluss etwa 1800 Euro brutto, mit einem Urlaubsanspruch von etwa 25 Tagen.
Ein Maler braucht viel Geschick
Da es sich beim Maler um einen handwerklichen Beruf handelt, ist der Hauptwirkungsbereich eine Werkstatt, Baustelle oder Wohnung. Ein handwerkliches Geschick ist daher auch unbedingt Voraussetzung, wobei die körperlichen Anforderungen eher gering sind. Maler und Lackierer sind zwei Spezialisierungs-Richtungen. Die Gestaltung von Fassaden und Innenräumen bei Alt- und Neubauten gehört zum Arbeitsalltag des Malers. Hierunter fallen Lackier- und Streicharbeiten an Decken und Wänden, aber auch das Verlegen von Fußböden und das Tapezieren. Der Lackierer findet seinen Tätigkeitsbereich eher in der Oberflächenbehandlung von Metallen, beispielsweise in der Autoindustrie oder in Auto-Werkstätten. Ein guter Maler/Lackierer sein, das verlangt nicht nur hohe Kreativität, sondern auch eine gute Kenntnis von Oberflächenstrukturen und -eigenschaften. Die Oberflächen der unterschiedlichen Materialien und Werkstoffe werden oft nach individuellen Wünschen von Kunden gestaltet. Geduld und genaues Arbeiten sind wesentliche Elemente des Berufsbildes, da oft auch unter relativ großem Zeitdruck eine exakte Arbeit abgeliefert werden muss.
Maler brauchen ein Gefühl für Ästhetik und Farben
Das Berufsbild bietet dem Arbeitnehmer einen Spielraum zur Beratung von Kunden bei Gestaltungsfragen, weshalb hier auch ein gutes Gefühl für Ästhetik und Farben gegeben sein sollte. Das Arbeitsfeld eines gewerblichen Malers bezieht sich in erster Linie auf zwei Tätigkeitsbereiche: Beschichten und Bemalen. Beschichten – das bedeutet Oberflächenbehandlung und Aufbringen von Belägen (Tapezieren, Wand-, Decken- und Bodenbeläge, Folienbeschichtungen). Das Bemalen bezieht sich auf Putz, Stein-, Holz-, Beton-, Metall- und Kunststoffflächen, und erstreckt sich vom Anstrichwesen im Baugewerbe (Wand, Decke, Böden, Fenster, Türen und Möbel) über Lackierungen von Bauteilen, Geräten und Maschinen (Schutz vor Feuchtigkeit, Hitze, Rost, Schlag) bis zur Farbgestaltung beliebiger Produkte, sowie dem Umgang mit Farbmitteln aller Art.
Zu den wichtigsten Arbeitstechniken eines Malers und Lackierers gehört das Grundieren, Tapezieren, Spachteln (Ausgleichen, Glätten), Schleifen, Streichen, Spritzen, Tauchen und Fluten. Die Arbeitsmittel umfassen Pinsel, Farbwalzen und Spachteln, Spritzaggregate, Spritzpistolen, Farben und Lacke, chemische Lösungsmittel und anderes.
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