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10.09.10

Informatiker

Informatiker ist ein sehr vielseitiger Beruf

Seien es iPods, die elektrische Sitzverstellung im Auto oder animierte Szenen in Filmen oder Videoclips: Überall sind Informatiker am Werk. Der Beruf ist eine Basis- und Querschnittsdisziplin, die aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken ist.

Informatik ist ein Beruf zwischen Mathematik und Ingenieurwissenschaften. Es geht dabei um die automatisierte Verarbeitung und Weitergabe von Informationen. Das Berufsfeld reicht von der Medizintechnik über die Verkehrslenkung bis hin zur Steuerung komplexer Kommunikationssysteme. Informatiker schreiben Computerprogramme, sie entwickeln und warten Betriebssoftware, sie verbinden Datenverarbeitungsanlagen in Konzernen, stimmen sie aufeinander ab und optimieren ihren Einsatz. Informatiker warten Computer, passen EDV-Systeme an betriebliche Bedürfnisse an oder bauen sie um.

Viele Wege führen zum Beruf des Informatikers

Informatiker werden kann man auf mehrerer Weisen: Man kann Informatik an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie studieren, man erlernt den Beruf als Lehrberuf in einem Betrieb der IT-Branche oder man bildet sich in anerkannten Spezialisierungswegen weiter. Für das Studium braucht man das Abitur. Den Abschluss als Bachelor kann man nach sechs bis sieben Semestern machen.

Einige Hochschulen verlangen Eingangstests, in denen etwa mathematisches Denken, logisches Folgerungsvermögen, die Motivation und Handlungsorientiertheit geprüft werden. Die Berufsausbildung zum IT-System-Elektroniker, zum Fachinformatiker, zum IT-System-Kaufmann oder Informationskaufmann setzt einen Hauptschulabschluss voraus. Sie dauert drei Jahre. Es gibt aber auch für Quereinsteiger die Möglichkeit, sich über die Weiterbildung zu qualifizieren und sich etwa als IT-Sales Advisor, IT-Trainer oder IT Solution Developer zu spezialisieren.

Die Berufschancen für Informatiker sind gut, vor allem, wenn sie gut ausgebildet sind. Da der Rationalisierungsdruck auf die Unternehmen auch künftig eher anhalten als abnehmen wird, werden vor allem Software-Entwickler, Vertriebsfachleute und CAD-Spezialisten (Computer Aided Design) gesucht. Informatiker müssen zunehmend aber auch vermehrt sogenannte "soft skills", also Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen, aber auch gute Ausdrucksfähigkeit in Deutsch und Englisch mitbringen.

Nach einer Umfrage des Verbandes der Deutschen Industrie sind derzeit in der Bundesrepublik rund 18.000 Stellen für Informatiker offen. Das Einstiegsgehalt von Informatikern nach einer Berufsausbildung liegt bei rund 33.000 Euro, studierte Informatiker und Spezialisten kommen auf rund 60 000 Euro brutto Jahresgehalt.

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