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10.09.10

Fotograf

Fotografen brauchen einen kreativen Blick und Liebe für Details

Sie beschäftigen sich mit Natur, mit Menschen, mit Werbung oder mit Kunst, sie arbeiten freiberuflich oder sind fest angestellt. Als Traumberuf gilt die Tätigkeit des Fotografen aber auf alle Fälle.

Der Beruf des Fotografen lässt sich in viele unterschiedliche Bereiche aufteilen. Entsprechend unterschiedlich ist auch die Ausbildung. Von der Architektur-, Kunst- und Industriefotografie über die Event-, Mode- und Porträtfotografie bis zur Presse-, Werbe- und Naturfotografie reicht die Palette in diesem Beruf. Der Fotograf, der am roten Teppich steht und Filmstars ablichtet, muss ganz andere Dinge beachten als der Architektur-Fotograf.

Aufgabe eines Fotografen ist es, Eindrücke bestimmter Situationen festzuhalten. Als Presse-Fotograf begleitet er Journalisten zu Geschehnissen in der Stadt, als Mode-Fotograf rückt er Kleidung ins richtige Licht, als Architektur-Fotograf hält er die Formen von Bauwerken fest und als Natur-Fotograf gibt er seine Eindrücke von Landschaften wieder. Voraussetzungen sind demnach Kreativität, ein Blick für Details, technisches Verständnis und ein entspannter Umgang mit Menschen.

Ausbildungsplätze für Fotografen sind sehr begehrt. Normalerweise dauert die Ausbildung drei Jahre und ist in Berufsschul- und Betriebs-Zeiten aufgeteilt. Allerdings gibt es in Deutschland nur noch wenige Berufsschulen für Fotografen. Eine der bekanntesten Ausbildungsstätten ist der Lette-Verein in Berlin, der u.a. Fotodesigner ausbildet. Anforderungen sind Mittlere Reife und ein Fotografie-Praktikum in einem Fotostudio oder einer Werbeagentur, außerdem muss beim Lette-Verein eine Aufnahmeprüfung bestanden werden. Die Ausbildung ist kostenpflichtig, kann aber über BAföG gefördert werden (Info: www.lette-verein.de). Die angehenden Fotodesigner werden u.a. in den Bereichen Porträt- und Modefotografie, Architektur- und Landschaftsfotografie, Bildjournalismus, Sachfotografie und Bildgestaltung unterrichtet.

Wer Fotograf werden möchte, kann zusätzlich zur staatlich anerkannten Berufsausbildung an einer Berufsfachschule ein weiterführendes Studium, etwa an einer Kunsthochschule, absolvieren. Auch Workshops bei Profi-Fotografen im angestrebten Fachbereich sind sinnvoll. Mancher angehende Fotograf steigt über eine Assistenz bei einem Profi ins Metier ein.

Viele Fotografen arbeiten freiberuflich

Der Beruf des Fotografen gehört zu den zulassungsfreien Handwerksberufen, was bedeutet, dass ein Fotograf seinen Beruf auch ohne Nachweis einer Meisterprüfung ausüben darf. Die Berufsbezeichnung ist also nicht geschützt – das gilt im Übrigen ebenso für Bildreporter und Bildjournalisten. Was bedeutet, dass auch sehr viele Autodidakten als Fotograf arbeiten.

Eingesetzt werden Fotografen neben den genannten Bereichen auch im Film oder in der Videotechnik, einige spezialisieren sich und werden z.B. Hochzeitsfotografen. Die meisten Fotografen arbeiten freiberuflich, was auch daran liegt, dass viele Ausbildungsbetriebe ihre Lehrlinge nicht übernehmen können. Auch Verlage arbeiten hauptsächlich mit freien Fotografen zusammen.

Zu den Auftragsgebern für Fotografen gehören neben Zeitungen u.a. auch Online-Portale, die Industrie oder Modedesigner. Künstlerisch arbeitende Fotografen vermarkten sich auch oft selbst über Internetauftritte und verkaufen ihre Aufnahmen online.

Die Verdienstmöglichkeiten für Fotografen sind so unterschiedlich wie die Bereiche. Das Anfangsgehalt für angestellte Fotografen liegt bei etwa 2000 Euro, Profis in der Modefotografie verdienen dagegen ein Vielfaches davon.

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