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10.09.10

Elektriker

Elektriker kennen sich mit Strom aus

Elektriker – den Beruf gibt es eigentlich gar nicht mehr, denn er heißt inzwischen Elektroniker. Doch die anspruchsvollen Aufgaben und Fähigkeiten der Strom-Spezialisten sind geblieben.

Die Ausbildung zum Elektroinstallateur, umgangssprachlich als Elektriker bezeichnet, ist in Deutschland seit einigen Jahren nicht mehr möglich. Der Ausbildungsberuf wurde ersetzt durch die Berufsbezeichnung Elektroniker, aufgeteilt in Handwerks- und Industriebereiche. Allgemein und im Volksmund wird dieser Job aber immer noch als Elektriker definiert.

Elektriker ist somit die übergeordnete Bezeichnung, die verschiedene Berufsordnungen zusammenfasst. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fachrichtungen, die sich hauptsächlich auf den Industriezweig beziehen. Im Handwerk gibt es die Fachrichtung Automatisierungstechnik, in der Industrie in erster Linie die Energie- und Gebäudetechnik, aber auch die Informations- und Telekommunikationstechnik, Betriebstechnik, Maschinen- und Antriebstechnik, Gebäude- und Infrastruktursysteme sowie luftfahrttechnische Systeme.

Elektriker arbeiten vorwiegend im Servicebereich, auf Baustellen, in Werkstätten oder im Kundendienst. Mit Strom kennen Sie sich aus, das Installieren von elektrischen Anlagen jeglicher Art gehört in Ihr Aufgabenfeld, hierzu zählt das Montieren von Leitungen, Leuchten und Schaltkästen. Elektriker sind aber genauso für die Wartung oder Reparatur der elektrischen Systeme zuständig und gewährleisten deren Sicherheit im Sinne der Vorschriften des Verbands Deutscher Elektrotechniker. Für den einzelnen Kunden sind Sie Ansprechpartner und müssen in dieser Funktion auch beratend zur Seite stehen.

Wenn in einer Produktionsanlage eine Störung beziehungsweise Fehlermeldung auftritt, suchen Elektroniker umgehend nach der Ursache für das Problem. Hier ist manchmal detektivischer Spürsinn erforderlich. Die Herstellerangaben sind meist nur zu verstehen, wenn man die englische Sprache beherrscht. Nach eingehenden Prüfungen und Messungen ergreift der Elektriker Sofortmaßnahmen, ermittelt und analysiert die Ursachen und beseitigt die Störung. Bei der Reparatur sind Elektriker zwar meist allein tätig, jedoch sprechen sie sich stets mit Kollegen des jeweiligen Betriebs ab. Da Ausfälle von Betriebsanlagen hohe Kosten verursachen können, sorgen Elektroniker/Elektriker durch regelmäßige Wartungsarbeiten für die Minimierung von Stillstandszeiten. Dabei prüfen sie auch die elektrischen Schutzmaßnahmen.

Elektriker dürfen keine Angst haben

Welche Eigenschaten und Fähigkeiten müssen Elektriker überhaupt besitzen? Zuallererst gutes technisches Verständnis und keine Angst vor Elektrizität. Der Umgang mit Kunden erfordert eine gute Kommunikationsfähigkeit, in gleicher Weise aber auch mit Bauleitern oder anderen Handwerkern.

Der Elektriker macht man sich schon Mal die Finger schmutzig, entsprechende Arbeitskleidung gehört daher zur Grundausstattung. Die elektrischen Anlagen werden oft an ungewöhnlichen Orten platziert, oft muss die Tätigkeit daher in großer Höhe oder in kleinsten Ecken ausgeführt werden, Angst vor Höhen oder engen Räumen ist daher nicht förderlich. Die Anzahl der Ausbildungsplätze in Deutschland liegt derzeit bei rund 9000 pro Jahr, die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre. Bei Jungen ist der Beruf sehr begehrt, der weibliche Anteil ist gering. Das Gehalt eines Gesellen liegt nach der Lehre bei durchschnittlich rund 1650 Euro brutto, in der Ausbildung liegt der Verdienst durchschnittlich bei etwa 500 Euro. Ein großer Vorteil der Elektroniker ist die relativ geringe Jugendarbeitslosigkeit. Die Arbeitsagentur prognostiziert, dass in Zukunft die Beschäftigungszahlen relativ konstant bleiben werden.

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