7. Mai
Spandauer-Damm-Brücke wird abgerissen
50.000 Autofahrer, die täglich über die Spandauer-Damm-Brücke fahren, müssen nun mit Stau rechnen: Die 45 Jahre alte Brücke wird abgerissen und ersetzt. Die Baustelle wird am Donnerstag eingerichtet, doch schon in der Nacht sind die Autobahnzufahrten gesperrt.
Von Brigitte Schmiemann
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung empfiehlt deshalb eine großräumige Umfahrung. Autofahrer aus Spandau sollten als Ausweichstrecke in Richtung Zentrum Reichsstraße, Theodor-Heuss-Platz und Kaiserdamm nutzen. Diese Strecke bietet sich auch in Richtung Spandau zur Umfahrung der Baustelle an. In Richtung Nord (Jakob-Kaiser-Platz) empfehlen die Verkehrsplaner die Otto-Suhr-Allee bis zum Luisenplatz und dann den Tegeler Weg. Möglich ist die Route auch vom Kaiserdamm über die Kaiser-Friedrich-Straße.
Bereits in der Nacht zu Donnerstag, geplant ist gegen 1 Uhr, werden alle Auf- und Abfahr-Rampen zur Autobahn-Anschlussstelle Spandauer Damm gesperrt. Die nächsten Zu- und Abfahrten zur Autobahn 100 befinden sich südlich der Baustelle an der Knobelsdorffstraße (Anschlussstelle Kaiserdamm) und nördlich am Jakob-Kaiser-Platz (Dreieck Charlottenburg). Aufgepasst: Das Linksabbiegen von der Knobelsdorffstraße aus westlicher Richtung kommend zur A 100 in Richtung Süd ist verboten, damit sich kein Rückstau auf die Autobahn bildet.
Brückenbau wird 34 Monate dauern
Auf dem Spandauer Damm wird der Verkehr zunächst über die südliche Brückenhälfte geleitet. Pro Fahrtrichtung steht nur eine Spur zur Verfügung. Fußgänger und Radfahrer können aber ebenfalls passieren.
Die Senatsverwaltung rechnet mit einer Gesamtbauzeit von 34 Monaten für den Neubau. Nach einer missglückten Brückeninstandsetzung in den Jahren 2003/2004 waren die Sanierungsarbeiten abgebrochen worden. Die Schäden waren schlimmer als erwartet. Nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung war 2005 der Neubau entschieden worden. Er besteht künftig aus zwei eigenständigen Brückenbauwerken – aus einem etwa 40 Meter langen über die Autobahn und einem 60 Meter langen über die Bahnstrecke.
Der Ersatzneubau wird in zwei Etappen erfolgen. Im August dieses Jahres soll zunächst die Brücken-Nordseite abgebrochen werden. Sobald die Nordhälfte fertig ist, vermutlich 2010, wird der Verkehr auf diese Seite verlagert. Dann wird die Südseite abgebrochen. Im Frühjahr 2011 soll das Brückenbauwerk fertig sein, aber auch drei neue Anschlussrampen zur Autobahn, drei neue Verkehrszeichenbrücken und Leitungsbauarbeiten. Die Kosten von rund 35 Millionen Euro teilen sich der Bund und das Land Berlin jeweils zur Hälfte. Der Landesanteil wird zu 90 Prozent von der Europäischen Union gefördert.
Im Autobahnabschnitt unter der Brücke, der täglich von rund 180.000 Autofahrern genutzt wird, werden zunächst nur geringe Einschränkungen erwartet. Die Breite der drei Spuren wird verringert. Demontiert werden sollen die alten Autobahnrampen im Juni und Juli. Dann wird es nur noch zwei Fahrstreifen je Richtung geben. Gleichzeitige Vollsperrungen des Spandauer Damms und der Autobahn sind auf sechs Wochenenden beschränkt, erstmals vom 1. bis 4. August.
Die Straßen in der näheren Umgebung der Baustelle wie beispielsweise die Sophie-Charlotten-Straße und der Fürstenbrunner Weg sind in beide Richtungen befahrbar. Die Verkehrsplaner raten aber davon ab, sie zu benutzen, da sie nicht viel Verkehr aufnehmen können.
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