Bombardier-Standort IG Metall befürchtet hohen Stellenabbau in Hennigsdorf

Bombardier geschäftigt in Berlin etwa 3500 Mitarbeiter

Foto: dpa

Bombardier geschäftigt in Berlin etwa 3500 Mitarbeiter

Die Ankündigung von Bombardier, Stellen abzubauen, sorgt für Unruhe. Laut IG Metall könnte es die ostdeutschen Standorte besonders hart treffen.

Die IG Metall rechnet mit einem hohen Stellenabbau bei Bombardier Transportation im Osten. "Wir befürchten, dass es die ostdeutschen Standorte Bautzen, Görlitz und Hennigsdorf besonders hart treffen wird", erklärte Olivier Höbel, der für Berlin, Brandenburg und Sachsen zuständige IG-Metall-Chef, am Freitag.

Aus dem Unternehmen sei zu hören, dass vor allem Leiharbeitskräfte entlassen werden sollen. "Die IG Metall fordert statt einer kurzatmigen Personalpolitik, in der es nur um Köpfe geht, über langfristige Lösungen nachzudenken. Es gibt Wege, langfristig über die Arbeitszeit schwierige Phasen zu lösen. Das kann einen drastischen Stellenabbau verhindern."

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Bombardier Transportation hatte in dieser Woche angekündigt, in Deutschland 1430 der knapp 10 500 Arbeitsplätze zu streichen. Die Hälfte der Betroffenen seien Leiharbeiter, deren Verträge nicht verlängert werden, hieß es. Werksschließungen seien nicht geplant. "Wir formen Bombardier Transportation für die Zukunft", sagte Präsident Laurent Troger. Zwar sei die Finanzlage solide und der Auftragsbestand gut. Es gehe aber darum, Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen und profitabler zu werden.

Der Stellenabbau in Deutschland ist Teil eines weltweiten Abbaus von 7000 Arbeitsplätzen bei dem Konzern. Weltweit stehen 3200 von 39 700 Jobs auf der Streichliste.

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