Garantiert mädchenfreie Zone
Montag, 2. Juni 2008 00:11 - Von Matthias BernerDas Maskottchen Rosinosaurus, ein Phantasie-Saurier in Grün und Braun, thront auf dem Hügel, als bewache er das Gelände des betreuten Abenteuerspielplatzes Wildhüterweg 1 an der Ecke zum Kölner Damm in Buckow.
Das Maskottchen Rosinosaurus, ein Phantasie-Saurier in Grün und Braun, thront auf dem Hügel, als bewache er das Gelände des betreuten Abenteuerspielplatzes Wildhüterweg 1 an der Ecke zum Kölner Damm in Buckow. "Den haben die Kinder und Jugendlichen selbst gebaut, unter Anleitung." Ein Satz, den Wolf Binding, der 57-jährige Leiter des Kinder- und Jugendprojektes, beim Rundgang über das 9000-Quadratmeter-Areal noch x-mal wiederholen wird. Gleiches gilt für Grillhaus, Holz-Tipi, Blockhaus, Hüttendorf und die einem Piratenschiff nachempfundene "Santa Gehag" als begeh- und bekletterbares "Flaggschiff" des Geländes, das weithin sichtbar alles überragt.
"Eine Reminiszenz an unseren Hauptsponsoren", erklärt Binding. Die Wohnungsbaugesellschaft der Gropiusstadt unterstützt großzügig die dortige Kinder- und Jugendarbeit. "60 bis 80 Besucher haben wir im Sommer täglich, an Spitzentagen bis zu 120. Im Winter sind es etwas weniger", so Binding.
Schwerpunkt Jungenarbeit
"Neben den üblichen Angeboten wie Trommel-, und Fußballgruppe, Basteln, Sport, Werken, PC-Kursen und Ausflügen ist einer unserer Schwerpunkte die Jungenarbeit", erläutert Betreuer Karl Koska (47). Unter Anleitung eines männlichen Betreuers gehe man in den Gruppen gezielt auf die Bedürfnisse und auch Probleme der Heranwachsenden ein. Koska: "Wir spielen nicht nur Fußball, sondern unternehmen verschiedene Aktivitäten - aber nur von Mann zu Mann." In einer mädchen- und frauenfreien Zone. "Zu Hause ist die Mutter die erste Ansprechpartnerin, in Kita und Hort überwiegen Erzieherinnen, in der Grundschule Lehrerinnen", sagt Koska. Gerade in der Entwicklung, besonders in der Pubertät, sei aber ein Mann als Ansprechpartner und Gegenüber wichtig für die männlichen Jugendlichen, um die eigene Identität zu finden und Stärken zu entwickeln. Koska: "Jungen sind eben anders..."Am späten Nachmittag kommen die ersten Jugendlichen ins Gemeinschaftshaus. An vier Tagen in der Woche (Binding: "Mehr Honorarmittel haben wir nicht".) gibt es Angebote für die Altersgruppe 15 bis 20 plus. Auch sonntags. Binding: "Der Sonntag ist für Jugendliche der langweiligste Tag der Woche, weil da am wenigsten los ist."
In der warmen Jahreszeit können die Jugendlichen kostenlos einen Bauwagen auf dem Freigelände "mieten" und ausbauen - sozusagen sturmfreie Bude. Knapp ein Dutzend steht um eine Art Dorfplatz mit Grillhaus und Gemeinschaftsraum in einem Container. Die Mieter verpflichten sich auch zur Pflege ihres "Gartens".






















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