11.08.12

Hauptstadtflughafen

Brandenburger CDU zweifelt an sicherer BER-Finanzierung

Laut CDU-Fraktion müssen Baufirmen am Berliner BER um Geld und Aufträge bangen. Die Flughafengesellschaft wies die Vorwürfe zurück.

Foto: DPA
Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt BER
Die CDU-Fraktion in Brandenburg glaubt nicht an eine sichere Finanzierung des neuen Hauptstadtflughafens BER

Die Brandenburger CDU-Fraktion bezweifelt eine sichere Finanzierung des künftigen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg.

Verträge mit Auftragnehmern auf der Baustelle würden derzeit nur bis zum 30. September abgeschlossen, erklärte er Vize-Fraktionsvorsitzende Dieter Dombrowski am Sonnabend. "Der Ministerpräsident hat erklärt, dass die Finanzierung des Flughafens nicht in Gefahr ist – die Praxis bei den Vertragsabschlüssen und die verlorene Kreditwürdigkeit des Flughafens lassen daran zweifeln." Die CDU-Fraktion erwarte dazu "ehrliche Informationen" in der nächsten Hauptausschusssitzung des Landtags.

Die Flughafengesellschaft wies die Vermutung zurück, die Baufirmen müssten um Geld und Aufträge bangen. "Ich habe nicht die geringste Ahnung, wovon Herr Dombrowski spricht", sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. Dombrowskis Aussage sei rein politisch motiviert.

Platzeck hatte am Freitag gesagt: "Der Flughafen ist finanziert, bleibt finanziert und wird am Ende ein Erfolg für die Region werden." Zuvor hatte Finanzminister Helmuth Markov (Linke) betont, dass die Gesellschafter ihre Gesellschaft nicht in die Insolvenz führten. Der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg wollen im Debakel um den Hauptstadtflughafen dem Airport mit einer üppigen Finanzspritze unter die Arme greifen.

Dombrowski wirft Platzeck "Kuhhandel" vor

Beim Lärmschutz für Anwohner warf Dombrowski Platzeck einen "Kuhhandel" vor. Der "angeblich hart errungene Kompromiss für den Schallschutz am Flughafen entspricht nicht dem, was den Brandenburgern laut Planfeststellungsbeschluss zusteht und jüngst gerichtlich bestätigt wurde".

Platzeck hatte gesagt, dass er seine Kollegen im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft gebeten habe, dafür zu stimmen, dass die Gesellschaft ihren Antrag gegen einen verschärften Schallschutz zurückzieht. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte strengere Grenzwerte verfügt. So entstünden Mehrkosten von bis zu 591 Millionen Euro. Aus dem Umfeld der Flughafengesellschaft hieß es, dass eine Einigung mit dem brandenburgischen Infrastrukturministerium für möglich gehalten werde, wonach der Wert von 55 Dezibel weniger als einmal pro Tag überschritten werden darf.

"Platzeck schlägt einen Kuhhandel vor, der die Brandenburger um ihr Recht bringt – obwohl der Ministerpräsident durchaus Druckmittel im Flughafenaufsichtsrat in der Hand hätte: Brandenburg sollte erst weitere Mittel für den Flughafen freigeben, wenn der Flughafen seine Versprechen einhält", meinte Dombrowski.

Quelle: dpa/bee
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
U.S. President Barack Obama and First Lady Michelle wave as they board Air Force One to depart from Berlin
19.06.13Minutenprotokoll
Obama in Berlin – Bye Bye, Mr. President

US-Präsident Barack Obama, Ehefrau Michelle und die Töchter Sasha und Malia haben in Berlin ein eng getaktetes Programm absolviert. Der Tag der Obamas im Minutenprotokoll. mehr...

Dritter Gang  Königsberger Klopse, Rote Bete und Stampfkartoffel
19.06.13Abendessen
Obamas Berliner Menü - die Rezepte zum Nachkochen

Eigentlich hat Zwei-Sterne-Koch Tim Raue ein Faible für Asien – für den Empfang des US-Präsidenten und die Kanzlerin kocht er aber bodenständig. Ein Gericht ist trotzdem sehr aufwendig geraten. mehr...

Obama in Berlin
19.06.13Obama in Berlin
Michelle Obama und ihr Gespür für Mode - eine Stilkritik

Besonders Michelle Obama zieht mit ihrem Outfit die Blicke auf sich. Ihre Töchter Sasha und Malia stehen ihr da in nichts nach. Wir zeigen, wie stylish der Berlin-Ausflug der Präsidentenfamilie ist. mehr...


„Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte Kanzlerin Merkel in einer Pressekonferenz mit US-Präsident Obama
19.06.13Häme bei Twitter
"Die kleine Angela möchte aus #neuland abgeholt werden"

Mit einer Bemerkung über das Internet zog Kanzlerin Merkel im Netz viel Spott auf sich. In Sekundenschnelle wurde "#Neuland" zum meistdiskutierten Begriff auf Twitter in Deutschland. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
So viel wird der Hauptstadtflughafen mehr kosten
Top-Thema

Aus dem Bett ihrer Suite im „Ritz-Carlton“ kann das Präsidentenpaar auf den Potsdamer Platz schauen
Obamas Hotel in Berlin

Hier übernachtet die First Familiy

Video Nachrichten mehr
Berlin-Besuch Obamas Rede in voller Länge
Berlin-Besuch Absperrungen und Hitze am Brandenburger Tor
Deutschland-Besuch Familie Obama zu Gast in Berlin
Berlin-Besuch Obama von Bundespräsident Gauck empfangen
 
title
Abi 2012

Hier finden Sie eine Übersicht der Abiturienten.mehr

1085783744.jpg
Ausbildung 2013

Ratschläge zur erfolgreichen Gestaltung und zur Berufswahlmehr

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 15.39.57.png
Outletcenter

Diese Outletcenter bieten gute Ware zu günstigen Preisen... mehr

Top Bildershows mehr
US-Präsident

Barack Obama und sein Tag in Berlin

Eigenes Programm

First Lady Michelle Obama in Berlin

First Lady

Das ist die Stilikone Michelle Obama

Staatsbesuch

Von Kennedy bis Bush – US-Präsidenten in Berlin

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote