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Problem Berufshaftpflicht
Demonstrationen Im Mai 2010 waren sie auf die Straße gegangen und hatten um Unterstützung gebeten: Die 18 000 Hebammen, die in Deutschland meist freiberuflich arbeiten, wussten keinen anderen Weg mehr, um auf ihre finanzielle Not aufmerksam zu machen. Grund waren nicht nur die niedrigen Honorare, die die Krankenkassen den Hebammen für die Betreuung von Schwangeren vor, während und nach einer Geburt zahlen, sondern vor allem die dramatisch angestiegenen Versicherungskosten.
Kosten Jede Hebamme, die Geburten betreut, muss eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Im Jahr 2009 kostete diese Versicherung noch 2300 Euro jährlich, im Sommer 2010 stiegen die Kosten auf 3700 Euro. Bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von rund 14 000 Euro bedeutete das für viele Hebammen das Aus. Sie konnten sich ihren Beruf schlichtweg nicht mehr leisten.
Petition Mehr als 300 000 Bürger unterzeichneten eine Petition an den Deutschen Bundestag. Es war die erfolgreichste Petition in der Geschichte der Bundesrepublik, allerdings nur auf dem Papier. Politisch passiert ist nichts.
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