"Zukunftsvertrag"
Kindergipfel: Keine Waffen in Entwicklungsländer
Der von der Naturfreundejugend Deutschlands veranstaltete bundesweite Kindergipfel hat gegen Rüstungsexporte protestiert. Deutsche Waffen dürften nicht in die Hände von Kindersoldaten in Entwicklungsländern kommen, heißt es in dem am Sonntag in Marburg verabschiedeten "Zukunftsvertrag".
Außerdem werden Höchstpreise für Medikamente in Entwicklungsländern gefordert, um die Gesundheitsversorgung für arme Menschen zu verbessern. Schließlich sollten Rathäuser, Parlamente und Verwaltungen in Deutschland flächendeckend fair gehandelte Produkte einführen.
Der "Zukunftsvertrag" mit Forderungen und Selbstverpflichtungen wurde nach Angaben der Naturfreundejugend von rund 100 Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren verabschiedet. Die Teilnehmer arbeiteten ihn vier Tage lang in Workshops aus und diskutierten ihn mit mehreren Abgeordneten. Der Kindergipfel unter dem Motto "Eine Welt. Eine Zukunft. Unsere Chance. Wir fairändern!" will laut Veranstalter herausfinden, was jeder Einzelne für eine gerechtere Welt tun kann und wo die Politik gefragt ist. Die Naturfreundejugend Deutschlands organisiert seit 2000 alle zwei Jahre einen Kindergipfel. Er wird vom Bundesentwicklungsministerium gefördert und ist ein offizieller Beitrag zur Weltdekade der Vereinten Nationen "Bildung für nachhaltige Entwicklung".
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