27.02.2013, 13:35

Familienministerin Sicheres Surfen - Kristina Schröder startet "KinderServer"


„Kinder sollen Spaß daran haben, das Internet zu entdecken und seine Chancen nutzen“, sagt Familienministerin Kristina Schröder

Foto: Adam Berry / Getty Images

Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) hat den „KinderServer“ gestartet, der junge User vor Sex- und Gewaltinhalten im Netz schützen soll.

Die Software kann auf Windows- oder Mac-Computern installiert werden und leitet dann den gesamten Internetverkehr auf für Kinder unbedenkliche Seiten um. Sucht ein Kind etwa nach ungeeigneten Inhalten, landet es automatisch auf den Seiten von Kindersuchmaschinen.

Diese schöpfen nur aus einem Pool von Webinhalten, die von Medienpädagogen oder Jugendschützern als unbedenklich eingestuft wurden.

"KinderServer" soll sicheres Surfen ermöglichen

"Kinder sollen Spaß daran haben, das Internet zu entdecken und seine Chancen nutzen", sagte Schröder. Der KinderServer sorge für die nötigen Freiräume zum Surfen auf für Kinder geeigneten Webseiten und schütze vor der Konfrontation mit Inhalten, die Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigen.

"Mein Ziel ist, dass Kinder ihre Medienkompetenz von Beginn an in einem sicheren Surfraum entwickeln."

Mit dem Angebot können Eltern ihren Kindern den Zugriff auf ausgewählte Seiten – wie etwa bestimmte Nachrichtenportale – erlauben. Technisch läuft der KinderServer als Proxyserver. Das Gerät des Kindes schickt den Seitenaufruf zunächst an ein Rechenzentrum, in dem die Infrastruktur für das Projekt bereitstellt wird.

Auch begabte Computer-Kids kommen nicht am Server vorbei

Die dortigen Rechner prüfen, ob die gewünschte Seite kindgerecht ist. Wenn ja, so leiten sie die Anfrage weiter. Falls nicht, erscheinen der Grund der Ablehnung und Fragefelder von Kinder-Suchmaschinen, mit denen man kindgerechte Seiten zum gleichen Thema findet.

Dadurch, dass die Seitenprüfung nicht auf dem fragenden Rechner selbst, sondern im Rechenzentrum stattfindet, ist die Software auch für technisch findige Kinder kaum zu umgehen.

Ein Passwortschutz soll dafür sorgen, dass die Nachwuchs-Surfer den "KinderServer" nicht einfach aushebeln können. Das Programm ist für Eltern, Schulen und Kitas kostenlos und kann per App auch auf Smartphones oder Tablet Computer installiert werden.

(dpa/ots/anni)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter