"Welcome United"

Babelsberger Flüchtlingsteam: Co-Trainer droht Abschiebung

Entsetzen beim Integrationsprojekt "Welcome United" vom SV Babelsberg 03: Co-Trainer Zahirat Juseinov soll abgeschoben werden.

Die Spieler des Teams "Welcome United" im Oktober 2014. Nun soll ihr Co-Trainer abgeschoben werden

Die Spieler des Teams "Welcome United" im Oktober 2014. Nun soll ihr Co-Trainer abgeschoben werden

Foto: pa

Entsetzen beim Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03: Der Co-Trainer des Vorzeige-Flüchtlingsprojekts "Welcome United" soll abgeschoben werden. "Bis Anfang kommender Woche muss sich Zahirat Juseinov überlegen, ob er freiwillig nach Mazedonien zurückkehrt. Ansonsten wird er mit Zwang abgeschoben", bestätigte Vereinschef Archibald Horlitz am Sonnabend Medienberichte.

"Wir verstehen die Welt nicht mehr: Von allen Seiten werden wir für unsere Integrationsarbeit ausgezeichnet. Und jetzt will man uns einfach so zerstören", betonte er.

Sogar Erfolgsproduzent Til Schweiger unterstütze das Flüchtlingsteam, das von Babelsberg-Anhängern im Zusammenspiel mit dem Verein im Sommer 2015 gegründet worden war. Es hat als erste Flüchtlingsmannschaft in Deutschland den Liga-Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse Havelland aufgenommen.

Der Verein will sich die Abschiebung nicht gefallen lassen und hat zusammen mit Fans eine Online-Petition gestartet. Zudem soll die Brandenburger Härtefallkommission eingeschaltet werden. "Zahirat lebt seit sechs Jahren in Deutschland. Er hat eine offizielle Arbeitserlaubnis und hat einen Job. Seine Kinder sprechen besser Deutsch als ihre Muttersprache. Ich nenne das voll integriert", betonte Horlitz.

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