Im Brandenburger Landtag kommt ein Stasi-Fall nach dem anderen ans Licht. Die Auswirkungen auf die rot-rote Landesregierung und deren Ruf sind verheerend. Im Rampenlicht steht aber auch ein ramponierter Regierungschef Matthias Platzeck, der seine Popularität bislang ausgerechnet seiner Glaubwürdigkeit verdankte.
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In der DDR-(Übergangs-)Regierung unter Hans Modrow (v.) war Platzeck 1989 und 1990 Minister ohne Geschäftsbereich. Der Beginn seiner politischen Karriere.
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Zwischen 1990 und 1998 war Platzeck Minister für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung in Brandenburg. Bis 1993 gehörte er den Grünen an. Danach war er zwei Jahre parteilos, eher er SPD-Mitglied wurde.
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Bundesweite Bekanntheit erlangte Platzeck mit dem gelungenen Krisenmanagement während der Oderflut im Sommer 1997.
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Mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl besichtigte der "Deichgraf" die überfluteten Ufergebiete.
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Zwischen 1998 und 2002 war Platzeck Oberbürgermeister in Potsdam, im Jahr 2000 übernahm er den SPD-Landesvorsitz.
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Der nächste Karriereschritt: Ministerpräsident. 2002 löst er Manfred Stolpe ab, der das Land zwölf Jahre führte.
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2004, als die Proteste gegen die Agenda 2010 der SPD den Höhepunkt erreichten, konnte sich Platzeck bei der Landtagswahl im Amt halten. Die Sozialdemokraten ...
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... hatten einen neuen Hoffnungsträger. Nachdem Franz Müntefering 2005 wegen des Streits um den Generealsekretärsposten als Parteichef zurückgetreten war, übernahm Platzeck den SPD-Vorsitz.
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Er unterschrieb den Koalitionsvertrag der großen Koalition, die zwischen 2005 und 2009 in Deutschland regierte.
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Im März 2006 trat der gesundheitlich angeschlagene Platzeck überraschend als SPD-Parteichef zurück. Nachfolger wurde der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (l.)
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Das Tief überwand Platzeck. Im September 2009 gewann er wieder die Landtagswahl und ging zum ersten Mal in der Geschichte Brandenburgs ein rot-rotes Bündnis mit der Linkspartei ein.
Diese schmalen Lippen. Die hat Matthias Platzeck immer dann, wenn es ihm
schlecht geht. So wie jetzt. Keine vier Wochen ist sein rot-rotes
Regierungsbündnis alt, und schon ist es – zumindest, was die Glaubwürdigkeit
betrifft – fast am Ende.
Der brandenburgische Ministerpräsident hat sich den „...