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Ermittlungserfolg

Mord in Selchow - Tatverdächtige festgenommen

Vier Monate nach dem Fund einer männlichen Leiche in der Nähe von Selchow (Landkreis Dahme-Spreewald) sind am Mittwoch in Berlin zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Bei dem Opfer handelte es sich um einen 27 Jahre alten Mann. Offenbar sollte mit der Tat ein anderes Verbrechen vertuscht werden.

Die Justiz hatte gegen zwei 32 Jahre alten Türken aus Berlin zuvor bereits Haftbefehle wegen Mordes erlassen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Männer den 27-jährigen Deutschen türkischer Herkunft getötet haben, um einen zuvor begangenen „erpresserischen Menschenraub“ zu vertuschen, so die Staatsanwaltschaft Potsdam. Die näheren Tathintergründe sind noch unklar.

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Der 27-Jährige war am 11. Juli gegen 5.30 Uhr von einem Passanten am Rand der Kreisstraße K6163 zwischen Glasow und Selchow entdeckt worden. Das Opfer trug lediglich ein T-Shirt und eine Unterhose, sein Hinterkopf wies eine Schusswunde auf. Der Tatort wurde abgesperrt und von Kriminaltechnikern untersucht.

Sie stellten später ein Projektil im Erdreich sicher. Da bei dem Opfer keine Ausweise gefunden wurden, blieb die Identität des Berliners aus Charlottenburg-Wilmersdorf zunächst unklar. „Die umfangreichen Ermittlungen im Umfeld des Opfers durch die erweiterte Mordkommission „Selchow“ mit Sitz in Cottbus führten zu den Tatverdächtigen“, so Polizeisprecher Peter Salender vom Präsidium Frankfurt (O.). Details wollte er nicht nennen, auch nicht, ob es sich bei dem tödlichen Schuss um eine Hinrichtung handelt.

Am Mittwochvormittag durchsuchten 150 Polizisten insgesamt acht Wohnungen und Geschäfte sowie Autos in Berlin, darunter Objekte in Neukölln, Wedding, Mitte und Lichtenberg. Die Haftbefehle gegen die beiden 32-Jährigen, die seit mehreren Jahren in Berlin leben, konnten in Neukölln und Mitte vollstreckt werden. Die Männer wurden danach von Beamten der 30 Personen zählenden Mordkommission vernommen. Zu den Ergebnissen wollte sich der Präsidiumssprecher nicht äußern. Zu ermitteln ist laut Salender derzeit unter anderem, ob der Fundort der Leiche mit dem Tatort übereinstimmt.

Brandenburgs neuer Innenminister Rainer Speer (SPD) gratulierte derweil den Kriminalisten zu dem Erfolg. „Einmal mehr hat akribische Ermittlungsarbeit dazu geführt, dass Täter ihre gerechte Strafe erhalten können. Das ist immer auch ein Stück Prävention.“pol

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