13.11.12

ADAC-Test

In Potsdams Parkhäusern lässt es sich am besten parken

Die Tiefgarage am Luisenplatz hat in den Kategorien Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Preis erfolgreich gepunktet.

Von Markus Falkner
Foto: dapd

„Übersichtlich, hell, klar beschildert, sehr gepflegt und größtenteils behindertengerecht“, urteilten die ADAC-Prüfer über das Parkhaus Luisenplatz
"Übersichtlich, hell, klar beschildert, sehr gepflegt und größtenteils behindertengerecht", urteilten die ADAC-Prüfer über das Parkhaus Luisenplatz

Parkhäuser in deutschen Städten sind oft zu eng, zu dunkel und zu teuer. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC in einem am Montag veröffentlichten Vergleichstest.

Eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen steht nach Ansicht des Automobilclubs in Potsdam. Das Parkhaus am Luisenplatz bekam bundesweit die beste Bewertung. Mit gut drei Viertel der erzielbaren Punkte erreichte die Tiefgarage mit 278 Plätzen ein durchweg gutes Ergebnis. "Übersichtlich, hell, klar beschildert, sehr gepflegt und größtenteils behindertengerecht", urteilten die ADAC-Prüfer. Die breiten, schräg angeordneten Parkplätze erleichtern laut Testergebnis zudem die Ein- und Ausfahrt. Auch die Notrufe seien gut sichtbar und nicht zuletzt könnten Besucher problemlos mit der Kreditkarte am Kassenautomaten bezahlen.

Michael Wolfram vom Betreiber-Unternehmen Contipark International zeigte sich am Montag hoch erfreut über dieses Ergebnis. "Wir freuen uns", sagte er Morgenpost Online, "dass unsere Qualität bei einem zehn Jahre alten Bau offenbar immer noch preiswürdig ist."

Zehn Parkhäuser fallen durch

Der Testsieger bekam die Note "gut", die Note "sehr gut" wurde gar nicht vergeben. Beim Potsdamer Parkhaus wurde lediglich bemängelt, dass zu wenige Parkplätze für Behinderte oder Eltern mit Kindern reserviert seien. Im Vergleich positiv schnitten auch zwei weitere von insgesamt vier getesteten Anlagen in Potsdam ab. Die Parkhäuser im Holländischen Viertel (Hebbelstraße 1) und Karstadt Zentrum (Hegelallee 8) bekamen die Note "gut". Nur das Parkhaus mit Tiefgarage in den Bahnhofspassagen (Babelsberger Straße 16) schnitt lediglich mit "ausreichend" ab. Die Kritikpunkte dort: Die Sauberkeit lasse zu wünschen übrig, Aufzüge seien nicht behindertengerecht, bargeldlose Bezahlung sei nicht möglich, so der ADAC.

Für den aktuellen Test hatte der ADAC in zehn Städten – Bonn, Braunschweig, Chemnitz, Darmstadt, Duisburg, Kiel, Mainz, Mannheim, Potsdam und Regensburg – jeweils vier Parkhäuser unter die Lupe genommen. Die Kriterien waren Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Preis. Auch bei letzterem war die Tiefgarage am Luisenplatz bundesweit konkurrenzlos. Für zehn Stunden zahlen Autofahrer dort laut ADAC 2,50 Euro. Die Parkhäuser in der Hebbelstraße und in der Hegelallee sind mit sechs Euro für vier Stunden deutlich teurer.

Der Test wurde in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt. Und längst nicht überall fiel das Urteil so positiv aus wie in Potsdam. Bundesweit erhielten zehn Parkhäuser die Note "mangelhaft" oder "sehr mangelhaft". Das schlechteste Parkhaus im Test steht in Mannheim. Den Autofahrern macht laut ADAC in vielen Anlagen vor allem die unzureichende Parkplatzbreite zu schaffen. Um den immer breiter werdenden Autos Rechnung zu tragen, fordert der Club eine Anpassung der Garagenverordnungen der Länder mit einer Mindestbreite der Parkplätze von 2,50 Metern.

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