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10.02.12

Verschüttet am Kap Arkona

Verunglückte Katharina wird beigesetzt

Die Leiche der zehnjährigen Katharina aus Plattenburg wird am 12. Februar im engsten Familienkreis beigesetzt. Das Mädchen war am Kap Arkona bei einem Kreideabbruch verschüttet worden.

dapd/DAPD

Auf der Ostseeinsel Rügen sind am zweiten Weihnachtstag 2012 mehrere Menschen verletzt worden, ein Mädchen wurde vermisst.

10 Bilder

Die am Kap Arkona tödlich verunglückte Katharina wird am 17. Februar in ihrem Heimatdorf in der Prignitz beigesetzt. Trauergottesdienst und Beerdigung sind im engsten Familienkreis geplant, sagte Pfarrer Matthias Frenzel.

Die Zehnjährige war am 26. Dezember 2011 bei einem Spaziergang mit Mutter und Schwester an der Steilküste am Kap Arkona ums Leben gekommen. Über ihnen hatten sich plötzlich mehrere tausend Kubikmeter Kreide und Geröll aus dem 35 Meter hohen Steilküstenkliff gelöst.

Die Mutter und die ältere Schwester wurden verletzt, Katharina blieb trotz intensiver Suche verschwunden. Erst Ende Januar wurde die Leiche des Mädchens 20 Meter nördlich der Unglücksstelle am Küstensaum entdeckt.

Zu der Trauerfeier in ihrem Heimatdorf Burghagen werden auch Mitschüler des Mädchens erwartet, so Pfarrer Frenzel. Die Dorfkirche ist der Familie und Freunden vorbehalten.

Um aber auch Gemeindemitgliedern Gelegenheit zur Trauer zu geben, soll der Gottesdienst per Lautsprecher nach draußen übertragen werden. Im Anschluss wird es einen Trauerzug zu dem etwa 150 Meter entfernten Friedhof der Gemeinde geben. Die Beisetzung soll ebenfalls im engsten Kreise erfolgen.

Nach dem dramatischen Unfall gab es erneut Diskussionen darüber, Steilküstenabschnitten großflächig abgesperrt werden sollen. Der Landkreis Vorpommern-Rügen will darauf zunächst verzichten. Er kündigte jedoch an, die Sicherheit zu erhöhen und die Hinweise an die Urlauber zu verbessern. Die Staatsanwaltschaft Stralsund prüft unterdessen eine mögliche Verletzung der Verkehrssicherungspflicht.

Quelle: dpa/mim
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