Brandenburg
Glätte und Schnee führen zu vielen Unfällen
Nun ist der Winter doch noch da. Den eisigen Temperaturen folgte Schnee – und schon begann für Autos in Brandenburg die Rutschpartie. Mindestens 38 Unfälle zählte die Polizei, ein 26-Jähriger kam bei Wernsdorf (Dahme-Spreewald) ums Leben, drei Menschen wurden schwer verletzt.
Schneefall in der Nacht zum Freitag hat vor allem Autofahrer in Brandenburg ins Rutschen gebracht. Von 147 Unfällen von Mitternacht bis 14 Uhr waren 38 eindeutig auf Glätte und Schnee zurückzuführen, wie die Polizei in Potsdam mitteilte. Mehrere Menschen wurden verletzt, drei schwer. Ein 26-Jähriger kam ums Leben. Er war bei Wernsdorf (Dahme-Spreewald) vermutlich zu schnell auf der glatten Straße unterwegs und mit seinem Wagen gegen einen Baum geknallt, wie die Polizei in Frankfurt (Oder) mitteilte.
Auf der benachbarten Autobahn 10 gab es gegen 5.15 Uhr drei Unfälle, an denen zehn Fahrzeuge – darunter vier Lastwagen - beteiligt waren. Ein Mensch wurde schwer verletzt, vier leicht. Den Schaden bezifferte die Polizei mit etwa 70.000 Euro. Unfallursache, so ein Sprecher: unangepasste Geschwindigkeit angesichts der rutschigen Fahrbahnverhältnisse und des Schneefalls. Gut eine Stunde später rutschten vier Lastwagen und fünf Autos auf der A 9 bei Niemegk (Potsdam-Mittelmark) ineinander. Die Autobahn musste mitten im Berufsverkehr für die Räumungsarbeiten gesperrt werden.
Rund 80 Räum- und Streufahrzeuge waren laut Landesbetrieb Straßenwesen auf Brandenburgs Autobahnen unterwegs. Für die Straßen in den Kommunen stehen landesweit knapp 300 Fahrzeuge bereit.
Unterdessen hat der klirrende Frost die Oder weiter zufrieren lassen: Die geschlossene Eisdecke wuchs flussaufwärts bis etwa auf die Höhe von Güstebieser Loose (Märkisch-Oderland) an. Wenn nötig, sollen Eisbrecher die Situation entspannen. Fünf der sieben Eisbrecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde liegen im Heimathafen in Hohensaaten (Barnim), teilte das Amt mit. Ein Eisbrecher wartet in der Außenstelle Oranienburg (Oberhavel).
Die "Kienitz" hilft in Vorpommern aus und begleitet Schiffe von der Ostsee nach Ueckermünde. Sie kommt erst zurück, wenn der Aufbruch auf der Oder losgeht, so ein Amtssprecher. Auf dem Fluss kann erst Eis gebrochen werden, wenn es Tauwetter gibt und die Schollen auch abschwimmen können. "Das ist in den nächsten Tagen nicht der Fall."
Ein Vorteil der Kälte: Die Hochwassergefahr in Brandenburg ist vorerst gebannt. Am Freitagmittag konnte die bisher geltende Alarmstufe 1 an der Spree aufgehoben werden, teilte das Hochwassermeldezentrum Cottbus mit. Dort hatte die niedrigste Alarmstufe von insgesamt vier Stufen auf etwa 25 Kilometern zwischen Leibsch und Schwielochsee gegolten.
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