Wetter
Superregen - In Brandenburg steigen die Pegel
Ausgiebige Regenfälle am Wochenende lassen die Pegelstände der Flüsse wieder steigen. Im Süden Brandenburgs wurde die Hochwasserstufe 1 ausgerufen. Auch im Norden und Westen Deutschlands hält das Extremwetter die Menschen in Atem.
Meteorologen warnen in Deutschland vor Dauerregen. Das könnte in den Hochwassergebieten erneut zu Problemen führen.
Der Herbst hat in Berlin und Brandenburg Einzug gehalten. Dauerregen und fröstelige Temperaturen um 15 Grad Celsius lassen vergessen, dass wir eigentlich noch Ende August haben. Auch am Dienstag werden kühle Temperaturen und Regen das Wetter in der Region bestimmen. Erst ab der Wochenmitte soll es dann besser werden, die Regenfälle werden weniger. Herbstlich kühl bleibt es aber weiterhin.
Die ergiebigen Regenfälle seit dem Wochenende lassen auch wieder die Pegel der Flüsse in Brandenburg steigen. Vor allem die Hochwassergefahr im Süden Brandenburgs nahm am Montag wieder zu. Seit Sonntag wurde bereits an der Pulsnitz bis zur Landesgrenze zu Sachsen und der Schwarzen Elster bis zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt wieder die niedrigste Alarmstufe 1 von vier Stufen ausgerufen.
Auch an der Spree gilt nach Angaben des Hochwassermeldezentrums in Cottbus an drei Abschnitten des Flusses diese Alarmstufe. Das betrifft die Bereiche von der Landesgrenze zu Sachsen bis zur Talsperre Spremberg, vom Pegel in Leibsch (Dahme-Spreewald) bis zum Schwielochsee sowie die Müggelspree bis zur Berliner Landesgrenze.
Überflutungen in Niedersachsen
In Niedersachsen hatten Regenfälle am Wochenende für schlimme Überschwemmungen gesorgt. Inzwischen sinken die Pegelstände aber wieder. Die Region um Nordhorn an der Grenze zu den Niederlanden war erst am Sonntag mit voller Wucht vom Hochwasser getroffen worden. An den Tagen zuvor hatte der Jahrhundertregen bereits im Osnabrücker Raum und im Emsland große Schäden angerichtet.
Tornado in Warnemünde
Auch in Mecklenburg-Vorpommern schlug das Wetter Kapriolen. Am Samstagabend fegte ein Tornado durch Warnemünde. Fünf Leichtverletzte und Sachschaden lautet die Bilanz nach dem Wetterphänomen, für das Meteorologen Temperaturunterschiede zwischen Ostseewasser und Luft verantwortlich machen.
Die Passanten erlitten kleine Platzwunden, Abschürfungen oder Prellungen. Bänke stürzten um, eine Telefonzelle wurde erheblich beschädigt. So etwas habe er noch nicht in Warnemünde erlebt, sagte ein Augenzeuge nach dem Unwetter. Der Sachschaden wird auf 12.000 Euro geschätzt. Später am Abend gab es über dem Ostseebad zudem noch heftige Gewitter.
Erst am vergangenen Montag hatte ein Tornado in Hessen einen Millionenschaden angerichtet. Auf Usedom entwurzelte ebenfalls am vergangenen Montag ein Tornado mehrere hundert Bäume und beschädigte Häuser. Auch über den Darß fegte an dem Tag eine Windhose.
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