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Truppenübungsplatz

Waldbrand bei Jüterbog ist unter Kontrolle

Am Sonntag hat sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog Munition selbst entzündet. Seitdem brennt der Wald. Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle, aber nicht gelöscht.

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Waldbrand auf ehemaligen Truppenübungsplatz
Foto: dpa
Auf dem früheren Truppenübungsplatz unweit des brandenburgischen Jüterbog brennt es.

Der ausgedehnte Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog (Teltow-Fläming) ist unter Kontrolle. Die Feuerwehr habe die Flammen auf der 230 Hektar großen Brandfläche mit Unterstützung von zwei Löschflugzeugen eingedämmt, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Tino Gausche am Mittwoch. Vier Tanklöschfahrzeuge bekämpften von sicheren Wegen aus aufflackernde Brandherde in der Wald- und Heidelandschaft. Zur gleichen Zeit schütteten die Flugzeuge ihre Wasserlast über kleine Bodenfeuer in den Geländeabschnitten ab, die Feuerwehrleute wegen der Explosionsgefahr von Munition nicht betreten können.

„Wir halten die Brandflächen jetzt unter Kontrolle und verhindern ihre Ausdehnung, aber endgültig löschen können wir alle Feuer nicht“, erläuterte Gausche. Über dem Gebiet würden deshalb auch in den nächsten Tagen Rauchschwaden zu sehen sein, bis Regen die letzten Glutnester löscht.

Der Waldbrand war am Sonntag ausgebrochen, als sich bei brütender Hitze von 37 Grad alte Munition selbst entzündete. Immer wieder waren seitdem Sprengkörper explodiert. Menschen seien glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen, berichtete Gausche.

Die Feuerwehrleute konnten die Flammen lediglich von den Wegen und Brandschutzstreifen aus bekämpfen, weil nur diese bisher von Munition beräumt sind. Um das Gelände herum ist laut Agrarministerium ein Außenring von 280 Hektar Wald als Sicherheitszone gezogen worden. Das Feuer bedrohte bisher keine Ortschaften. In dem Gebiet wuchsen bis zum Brandausbruch je ein Drittel junge Birken, 20-jähriger Kiefernwald und mehr als 100 Jahre alte Kiefern. Wo einst sowjetische Panzer Übungsgranaten verschossen, war es immer wieder zu Waldbränden gekommen, die Teile des Baum- und Buschbestandes vernichteten. Jetzt war vor allem nachgewachsener Wildwuchs betroffen.

In fast allen 14 Landkreisen Brandenburgs gilt inzwischen die höchste Waldbrandstufe 4, nur in der Prignitz blieb es vorerst bei der Stufe 2. Seit Beginn des heißen Sommerwetters wurden in Brandenburg mehr als 30 größere Wald- und Flächenbrände registriert. Die Gewitter vom Dienstag hatten nur im Nordwesten des Bundeslandes ein wenig Regen gebracht. Deshalb bleibt die Lage in den märkischen Wäldern weiterhin angespannt, vor allem in den ausgedehnten Kiefernbeständen im Landessüden. Der Deutsche Wetterdienst in Potsdam sagte auch für die nächsten Tage heißes Sommerwetter mit Temperaturen bis 35 Grad voraus.dpa/ap

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