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Schlänitzsee

Frau stirbt nach Schiffsunfall im Krankenhaus

Nach einem schweren Schiffsunfall auf dem Potsdamer Schlänitzsee hat sich die Zahl der Opfer auf zwei erhöht. Eine Frau erlag ihren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Seegelboot auf dem Schlänitzsee verunglückt
Foto: dpa/DPA

Ein zwei mal zwei Meter großes Loch klafft in dem Segelboot, als der Kran es aus dem Wasser holt. Regelrecht aufgespießt hat ein 80 Meter langer Frachtkahn das kleine Schiff am Sonntag auf dem Potsdamer Schlänitzsee. An Bord vier Thüringer, zwei Männer, zwei Frauen. Die beiden Seglerinnen hatten keine Chance mehr, nachdem das acht Meter lange Boot gesunken war. Die eine wurde erst Stunden später tot geborgen, die andere starb im Krankenhaus. Die Männer dagegen hatten Glück im Unglück: Einer wurde leicht verletzt, der andere gar nicht.

Möglicherweise hatten die beiden Seglerinnen Pech, weil sie sich bei der Kollision in der Kajüte aufhielten. Genaueres zum Unfallhergang konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Die beiden Überlebenden stehen noch unter Schock. Gemeinsam mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt werde der Unfall derzeit rekonstruiert, hieß es. Die genaue Todesursache der beiden Opfer wird noch untersucht. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und ordnete eine Obduktion an. Zudem soll ein Gutachter hinzugezogen werden.

Das Segelboot war wie der riesige Frachtkahn auf dem Sacrow-Paretzer Kanal in Richtung Berlin unterwegs. An der Einmündung zum Schlänitzsee kam es dann zu dem folgenschweren Unfall, bei dem das Frachtschiff das große Loch direkt in die Mitte der rechten Seite des viel kleineren Segelboots riss. Nach Angaben der Polizei ist der See keine besondere Gefahrenstelle. Am Montag wurde zunächst nur bestätigt, dass alle Unfallbeteiligten nüchtern waren und der Kahn ohne Ladung auf dem Kanal fuhr. Die Wasserstraße musste für einige Stunden gesperrt werden.

Sechs Stunden waren am Sonntag Bergungskräfte im Einsatz. Mit einem Hubschrauber, Schlauchbooten und Tauchern wurde das zunächst vermisste vierte Crew-Mitglied gesucht. Die Spitze des verunglückten Bootes ragte nach dem Unfall an der 3,50 Meter tiefen Stelle zwar aus dem Wasser, die Taucher konnten die Kajüte aber vermutlich nicht sofort durchsuchen. Erst nachdem das Schiff geborgen war, wurde die Leiche der 60 Jahre alten Frau im Innern gefunden.dpa/jl

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