28.02.13

Eberswalde

Berliner ersticht Verkäuferin in Modegeschäft - Festnahme

Tödliches Liebesdrama in Eberswalde: Eine 23-Jährige ist von ihrem Ex-Freund niedergestochen und tödlich verletzt worden.

Foto: ZB/DPA
23-Jährige in Eberswalde getötet
Das Modegeschäft in Eberswalde (Brandenburg), in dem die 23-Jährige niedergestochen wurde. Die Frau starb

Eine 23 Jahre alte Verkäuferin ist am Mittwochabend in einem Modegeschäft mit mehreren Messerstichen umgebracht worden, die Polizei nahm ihren Ex-Freund fest.

Der 28 Jahre alte Mann sei"grob geständig", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ulrich Scherding, am Donnerstag. Eine detaillierte Vernehmung stehe noch aus.

Die Messerattacke ereignete sich vermutlich kurz vor Ladenschluss gegen 19.30 Uhr. Alle Versuche, das Leben der Frau aus Eberswalde (Barnim) noch im Krankenhaus zu retten, waren vergeblich. Laut Scherding war sie schon gegen 20.00 Uhr tot.

Obduktion angeordnet

Sie wurde von mehreren Messerstichen getroffen, deren genaue Zahl noch unbekannt ist. Das Opfer sollte noch am Donnerstagvormittag obduziert werden. Gegen den mutmaßlichen Täter wollte die Staatsanwaltschaft noch am Donnerstag Haftbefehl beantragen.

Wahrscheinlich habe der aus Biesenthal (Barnim) stammende Mann vor dem Verbrechen getrunken, sagte der Behördensprecher. Er sei wegen verschiedener Delikte vorbestraft und habe 2009 einige Monate im Gefängnis "abgesessen". In der Regel sei bei den Delikten Alkohol im Spiel gewesen.

Laut Staatsanwaltschaft waren bei der Tat mehrere Mitarbeiter des Textilgeschäfts anwesend, die vermutlich die Polizei und einen Rettungswagen alarmierten. Auf Kunden gebe es bisher keine Hinweise. Alles sei wohl ziemlich schnell und ohne eine längere Auseinandersetzung abgelaufen.

Mögliches Motiv: Verschmähte Liebe

Das Paar war den Angaben zufolge bis zum Sommer vergangenen Jahres zusammen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass als Motiv für die Tat "verschmähte Liebe" infrage kommt – die Frau habe nicht länger mit ihrem früheren Freund zusammen sein wollen.

Auf dem Parkplatz vor dem Geschäft, in dem sie arbeitete, erinnerte am Donnerstag ein weißes Grablicht mit der Aufschrift "Warum?" an das Verbrechen. Vor dem Eingang standen rote Grabkerzen. Den Tatort hatte die Polizei weiträumig mit Flatterband abgesperrt.

Quelle: dpa/plet/anni
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