23.02.13

Pferdefleisch-Skandal

Tiefkühl-Lasagne bleibt vorerst in sicherem Lager

Fast 30.000 Packungen mit Tiefkühl-Lasagne lagern in Brandenburg wegen des Verdachts, es könne sich Pferdefleisch darin befinden.

Foto: dpa

Tiefkühl-Lasagne wird auf Pferdefleisch untersucht
Tiefkühl-Lasagne wird auf Pferdefleisch untersucht

Die wegen des Verdachts auf nicht deklariertes Pferdefleisch in Brandenburg inzwischen sichergestellten rund 28.500 Packungen Tiefkühl-Lasagne bleiben weiter in den Lagern. Die Unternehmen, denen die Produkte gehören, könnten noch nicht darüber verfügen, sagte ein Sprecher des Verbraucherschutzministerium am Sonnabend. Unklar sei, wann die Produkte wieder freigegeben werden.

Lasagne an Arme?

Für Empörung sorgt derzeit ein Vorschlag, aussortierte Artikel mit Pferdefleisch an Arme zu verteilen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer hatte sich dafür ausgesprochen, aus den Läden genommene Produkte wie Lasagne mit undeklarierten Pferdefleisch-Anteilen nicht voreilig zu vernichten. Die Produkte, die nicht gesundheitsgefährdend seien, sollten korrekt deklariert und Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt werden.

In Brandenburg ist bislang in vier von acht Lebensmittelproben nicht deklariertes Pferdefleisch nachgewiesen worden, in den anderen Fällen war das Ergebnis negativ. Bei den positiv getesteten Proben waren es Produkte, die schon bei Eigenkontrollen der Unternehmen aufgefallen seien: jeweils zweimal Rindergulasch-Konserven des Neuruppiner Herstellers Dreistern und "Lasagne Bolognese" der Firma Eismann. Die betroffenen Unternehmen haben vorsorglich und freiwillig ihre Waren zurückgerufen und Auslieferungsstopps verhängt.

Quelle: dpa/oje
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