18.02.2013, 13:40

Entenmastbetrieb Vogelgrippe - Brandenburger Behörden hoffen auf Einzelfall


Desinfektion: Ein Mitarbeiter einer Spezialfirma für Tiertötungen reinigt das Gelände der Entenmast-Firma nahe Seelow (Brandenburg), in der die Tiere an Vogelgrippe erkrankt sind.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Desinfektion: Ein Mitarbeiter einer Spezialfirma für Tiertötungen reinigt das Gelände der Entenmast-Firma nahe Seelow (Brandenburg), in der die Tiere an Vogelgrippe erkrankt sind. Foto: Patrick Pleul / dpa

Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei dem Vogelgrippefall im Oderbruch um einen Einzelfall handelt. Tausende Enten wurden getötet.

Im Oderbruch ist nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Entenmastbetrieb bisher kein weiterer Infektionsfall bekannt geworden. Die Kontrollen bei privaten Tierhaltern im Sperrbezirk dauerten am Montag an.

"Bisher gibt es keine Hinweise, dass sich das Virus ausgebreitet hat", sagte Tobias Seyfarth, Sprecher des Landkreises Märkisch-Oderland. Die Behörden gehen von einem Einzelfall aus.

Nach Ausbruch der Vogelgrippe waren am Sonnabend in einem Mastbetrieb 14.500 Enten getötet worden. Dort war das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden, allerdings in einer nicht so gefährlichen Variante. Nach der Ursache werde weiter geforscht, sagte er.

Betrieb wird desinfiziert

In dem betroffenen Betrieb nahe Seelow dauerte die Desinfektion an. Der Sperrkreis mit einem Radius von einem Kilometer rund um den Betrieb bleibe drei Wochen bestehen, sagte Seyfarth.

In dieser Zeit dürfe Geflügel weder hinein- noch hinausgebracht werden. Zur Höhe des wirtschaftlichen Schadens für die betroffene Mast lagen zunächst keine Angaben vor.

Da es sich bei der Vogelgrippe um eine meldepflichtige Krankheit handele, könne die Firma bei der Tierseuchenkasse eine Entschädigung geltend machen. Ein Antrag liege noch nicht vor, sagte der Sprecher.

(dpa/mim)
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