12.02.2013, 13:13

Ludwigsfelde Neue DNA-Spuren belasten Ex-Bürgermeister


Der ehemalige Bürgermeister von Ludwigsfelde, Heinrich Scholl, steht unter Mordverdacht

Foto: Bernd Settnik / dpa

Der ehemalige Bürgermeister von Ludwigsfelde, Heinrich Scholl, steht unter Mordverdacht Foto: Bernd Settnik / dpa

Der ehemalige Bürgermeister von Ludwigsfelde, Helmut Scholl, wird des Mordes an seiner Frau verdächtigt. DNA-Spuren erhärten den Verdacht.

Neue Spuren in mysteriösem Mordfall Scholl: Am Fundort der Leiche von Brigitte Scholl sind laut Gutachten DNA-Spuren von ihrem unter Mordverdacht stehenden Mann gefunden worden.

Dies berichtete ein Experte des Landeskriminalamtes (LKA) Brandenburg am Dienstag im Prozess gegen den Ex-Bürgermeister von Ludwigsfelde, Heinrich Scholl (70), vor dem Landgericht Potsdam.

Spuren am Schnürsenkel, mit dem der Hund getötet wurde

So ist der Angeklagte nach Angaben des Biochemikers Hauptverursacher von Spuren an einem Schnürsenkel, mit dem der Hund des Opfers getötet wurde. Dessen Kadaver war 2011 neben der Leiche von Brigitte Scholl gefunden worden, die mit einem vergleichbaren Schnürsenkel erdrosselt wurde.

Der Experte konnte allerdings nicht ausschließen, dass die Anhaftungen aus dem täglichen Gebrauch vor der Tat stammen.

Scholl soll seine Frau getötet haben. Sie war Ende Dezember 2011 erdrosselt worden. Der 70-Jährige bestreitet die Vorwürfe. In dem Indizienprozess wurden bislang mehr als 80 Zeugen gehört. Das Gericht hat zunächst Termine bis Ende Februar geplant. Es ist fraglich, ob dies ausreicht.

(dpa/oje)
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