10.02.13

Cottbus

Narren läuten Höhepunkt der fünften Jahreszeit ein

Mit 100.000 Zuschauern und 3000 Narren ist die größte ostdeutsche Faschingsparade durch die Lausitzer Karnevalshochburg Cottbus gezogen.

Foto: ZB

3000 Jecken ziehen beim 22. Zug der fröhlichen Leute durch Cottbus. Zehntausende Zuschauer säumen den Weg des größten ostdeutschen Karnevalsumzugs
3000 Jecken ziehen beim 22. Zug der fröhlichen Leute durch Cottbus. Zehntausende Zuschauer säumen den Weg des größten ostdeutschen Karnevalsumzugs

Konfetti, Kamelle und flotte Funkengarden: Die größte ostdeutsche Faschingsparade ist am Sonntag durch die Lausitzer Karnevalshochburg Cottbus gezogen.

Etwa 3000 kostümierte Narren präsentierten auf der kilometerlangen Strecke bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kesse Tänze und allerlei Jux. Als Gäste waren auch Jecken aus Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt dabei. Auf der Ehrentribüne vor dem Staatstheater winkten Kommunalpolitiker, Ehrensenatoren und andere Obernarren huldvoll dem Volke zu, darunter auch der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD).

Im 22. Zug der fröhlichen Leute zogen 165 Gruppen und 90 geschmückte Festwagen durch ein dichtes Spalier von Schaulustigen, begleitet von acht Pferdekutschen und sechs Kapellen. Der Veranstalter, der Karneval Verband Lausitz (KVL), schätzte die Zahl der Zuschauer auf 100.000. "In diesem Jahr sind deutlich mehr Besucher dabei als im Vorjahr", sagte ein Verbandssprecher.

Damals wurden 80.000 Schaulustige genannt, etwa zwei Drittel kommen nach KVL-Angaben aus der Region. Die sorbischen Vereine feiern ihre Zapust-Fastnachtsumzüge in der Niederlausitz aber lieber allein, wie ein Domowina-Sprecher sagte.

Jubeln, Schunkeln, Klatschen und "Helau"-Rufe

Viele Karneval-Fans waren kostümiert an die Strecke gekommen, um einen Blick auf die schicken Funkengarden und Prinzenpaare zu werfen oder Kamelle abzufassen. Jubeln, Schunkeln, Klatschen und "Helau"-Rufe sorgten für die nötige Stimmung und Wärme. Mit ihren Sprüchen auf den Motivwagen nahmen die Narren unter anderem Reizthemen wie die umstrittene Fusion der beiden Lausitzer Hochschulen, die Sparpolitik der Kommunalpolitiker und das Flughafen-Debakel aufs Korn.

Als einer der wenigen Vereine spießte die Fürstenwalder Karneval Gesellschaft (Oder-Spree) ein bundespolitisches Thema auf. Auf dem Festwagen mit dem Slogan "Superwahljahr" prangte eine Karikatur mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die in einer Sprechblase sagte: "Eine Partei mit drei Buchstaben – ICH." Dazu sagte der Vereinspräsident Michael Schulze: "Egal, wer oben an der Macht ist, für uns hier unten ändert sich sowieso nichts."

Nach dem Umzug konnten sich die Jecken im beheizten Festzelt auf dem alten Viehmarkt bei einer großen Faschingsfeier aufwärmen. Auch am Rosenmontag ziehen einige märkische Karnevalsvereine durch die Straßen, bis der närrische Spuk am Aschermittwoch wieder vorbei ist.

Quelle: dpa/sei
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